700 Quadratkilometer: Diese Zahl im Landkreis Regensburg ist unerreicht

Von Felix Jung · 28. März 2025 um 08:00

Mehr als 50 Prozent des Landkreises sind landwirtschaftliche Flächen. Es folgen der Wald mit 35 Prozent und Wasserflächen mit rund 24 Prozent. Und das hat Auswirkungen, die uns ein Lächeln ins Gesicht zaubern.

Zeigt der Bauer heute Flagge? Angesichts dieses Frühlingstages? Man könnte es fast meinen. In Braun, Grün und Gold liegen seine Felder vor uns. Wenn ich mich nicht täusche, hat er Winterweizen angebaut, das Maisfeld vom letzten Sommer ist abgeerntet, ein Acker liegt scheinbar noch brach da. Im Märzen der Bauer... Auch unser Landwirt wird froh sein, dass er seine Felder und Wiesen (Foto: Jung) wieder in Stand setzen kann. Pflügen, Eggen und Säen. Leben mit der Natur, mit den Jahreszeiten.

Der Fruchtwechsel gehört zum modernen Agrarmanagement. Experten sagen: Pflanzenkrankheiten, Schädlinge und Unkräuter haben es dadurch viel schwerer. Es spart Dünger, Pflanzenschutzmittel und sorgt für höhere Erträge. In unserem Landkreis gibt es laut amtlicher Statistik 700 Quadratkilometer landwirtschaftliche Fläche. Satte 50 Prozent. Dazu 485 Quadratkilometer Wald (35 Prozent). Sind uns diese Größen überhaupt bewusst?

Heute ist der Himmel weiß-blau. Es ist zwar nicht sonnig, es tröpfelt sogar, aber es ist spürbar wärmer geworden und man merkt, dass rings um uns aufgeregte Aufbruchstimmung herrscht. Alle Vögel sind wohl tatsächlich schon da. Pfeifen, Zwitschern, Tirilieren. Was für ein Stimmengewirr! Etwas entfernt springen Rehe herum. Reiher und Fasane lassen sich blicken. Eine Spaziergängerin will sogar einen seltenen Eisvogel gesehen haben. Und an einem geschützten Altwasser feiern Ente und Enterich, Gans und Ganter fröhliche Urständ, recken ihre Hälse und schwingen sich mit großem Trara in die Luft.

Gerne würde man sich den Tieren nähern. Doch jedes Mal, wenn man einen Schritt nach vorne tut, um es festzuhalten, stoben sie nach dem Motto „Ellabätsch, ätschibätschi“ davon. Naturfilmer müsste man jetzt sein, versteckt im getarnten Unterschlupf. Wir sind übrigens am Donaudamm unterwegs. Hier kann man sich kaum satt sehen und hören – im Lenz!