Stadt spricht von Ruine am Regensburger Bahnhof: Brennpunkt-Brunnen werden teurer

Von Philip Hell · 27. März 2025 um 13:00

Auch wenn die Zahl der Straftaten leicht gesunken ist, bleibt das Regensburger Bahnhofsareal weiterhin ein Brennpunkt.

In der Debatte wurde immer wieder bemängelt, dass die beiden kaputten Brunnen am Obelisken zur Trostlosigkeit des Ortes beitragen. Im Oktober kündigte die Stadt an, das Problem anzupacken – wie nun bekannt wurde, wird das Vorhaben allerdings teurer als gedacht.

Das ist einer Vorlage zu entnehmen, mit der sich der Umweltausschuss des Stadtrates am kommenden Dienstag befassen wird. Ursprünglich waren 475.000 Euro für die neuen Brunnen geplant. Nun sind 670.000 Euro geplant – eine Kostensteigerung von immerhin rund 40 Prozent.

Drei Faktoren führen dazu, dass die Stadt mehr zahlen muss. Erstens werden die Arbeiten an den Brunnen selbst (also beispielsweise der Abbruch, Entsorgungsarbeiten oder die Herstellung neuer Becken) teurer – und zwar um rund 90.000 Euro. Zweitens sind die Kosten für die neue Springbrunnentechnik gestiegen. Und drittens wird die Stadt mehr für Landschaftsbauarbeiten berappen müssen.

Kosten steigen, Probleme bleiben: So marode sind die Brunnen am Regensburger Bahnhof

Auch wenn die Kosten steigen: Die Probleme an den Brunnen bleiben die selben. Seit Jahren sind sie außer Betrieb wegen Schäden an den Leitungen und den Betonbecken, heißt es in der Vorlage der Stadt. Die Verwaltung spricht gar von einer „Beckenruine“ – ein Begriff, der beim Blick auf die beiden „Brunnen“ durchaus treffend erscheint.

Zusammengefasst will die Stadt die beiden Brunnen komplett zurückbauen und durch zwei baugleiche Beton-Springbrunnenbecken ersetzen. Die neue Technik soll dann unterirdisch laufen.

Die Stadt beschränkt sich dabei nicht nur auf den Brunnen selbst. Die Verwaltung plant, auch den Platz rund um die Brunnen neu zu gestalten. Die „desolaten“ Betonplatten sollen wegkommen, dafür soll eine neue Fläche entstehen – zum Beispiel für Tangotänzer, wie unlängst bekannt wurde. Das sorgte bei den Tänzern für Freudensprünge.

Probleme am Regensburger Bahnhof: Bald soll es schöner werden

Unter dem Strich soll die Aufenthaltsqualität gesteigert werden, zudem soll weniger Fläche versiegelt werden und das Kleinklima rund um die Brunnen soll sich verbessern. Die Stadt plant, die Brunnen noch heuer umzubauen. Wann genau, ist noch unklar.

Die Beschlussvorlage soll Mitte April auch im Verwaltungsausschuss besprochen werden. Ende April wird sich der Stadtrat mit den beiden Brunnen befassen. Aus der Politik kamen immer wieder positive Signale – damals kostete das Projekt allerdings noch etwas weniger.