Der tschechische Maler Vaclav Sika ist ein Freund der Kulturfamilie Furth im Wald

Vaclav Sika ist ein Freund der Further Kulturfamilie. Seit Jahren stellt er seine Werke aus, hat auch schon andere namhaften Künstler in die Drachenstadt gebracht. Am Freitag, 28. März, lädt das Kulturamt zur Vernissage ins Alte Rathaus am Stadtplatz ein.
21 Jahre lang hat Sika die unter Kunstkennern geschätzte Galerie der Gebrüder Spillar in Domazlice geleitet, erklärt Karin Stelzer. Dort habe er neben tschechischen Künstlern auch immer wieder bayerische vorgestellt.
Der Wochenrückblick: Kurioses aus der Schlachtindustrie, Filmstars beim Krimi-Dreh und Millionenschulden bewegten Landkreis Cham
„Von beiden Seiten sind wir bis heute bemüht, Kontakt zu halten“, ergänzt die Kulturamtsleiterin.
Kunst braucht keine Sprache
Vor allem auch, weil er immer wieder andere, hervorragende Künstler nach Furth vermittelt habe. „Auch wenn es abgedroschen klingt, so ist es doch genau das: Kunst braucht keine Sprache“, so Stelzer. Für sie ein wichtiger Schritt der Verständigung und des Verständnisses auf beiden Seiten der Grenze.
Doch Sika tritt nicht nur als Kurator auf, er ist selbst ein hoch geschätzter Maler. Stelzer erinnert sich an eine Ausstellung vor einigen Jahren, bei der es um Motorräder und Rocker ging, die ihr eindrücklich im Gedächtnis geblieben sind. „Man musste schon ganz nahe rangehen, um festzustellen, dass es sich nicht um Fotos, sondern um Malerei gehandelt hat.“ Hyperrealismus und Fotorealismus sind auch diesmal seine Themen. Bilder und Objekte hat der bald 70-Jährige mit nach Furth im Wald gebracht. Passend zur Landesgartenschau sind Bilder mit Blumenmotiven zu sehen. Darüber hinaus hat er 17 großflächige Motive mitgebracht, auf denen Vögel und andere Tiere sowie Personen zu sehen sind. Gemalt in Acryl, fallen vor allem die kräftigen, leuchtenden Farben auf. Zu seiner Arbeitsweise sagt Vaclav Sika, dass ein Foto, das er selbst geschossen hat, die Grundlage eines Werkes bildet. Eine Schildkröte zum Beispiel, die er im Prager Zoo fotografiert hat. Aus diesem Motiv entwickelt er ein Bild. Über der Schildkröte ist die Kaiserkrone von Karl IV zu sehen, die im Dom St. Veit in Prag gezeigt wird.
Bedeutungsschwere Themen
Daneben ein Farn, der die Anmutung eines Bischofsstabs hat. Den Gedanken hinter dieser Malerei beschreibt der Erschaffer so: „Der Mensch hat sich über die Natur gestellt und sie für sich eingenommen.“
Die Ausstellung mit dem Titel „Bilder und Objekte“ verrät es: Neben den Malereien werden kleine Objekte und Holzreliefs zu sehen sein.
Die Vernissage, die mit Jaroslav Cvek (Geige) und Dominik Cvek (Bratsche) auch einen musikalischen Teil hat, beginnt um 19 Uhr. Anschließend wird die Ausstellung bis zum 21. April zu sehen sein. Öffnungszeiten Di. und Do. von 16 bis 18 Uhr, Sa. und So. von 14 bis 17 Uhr.