Nächste Hürde genommen: Caterpillar Ansiedelung in Klardorf trifft auf Zustimmung

Die Firma EDC European Excavator Design Center GmbH (EDC), eine Tochter des namhaften Baumaschinenherstellers Caterpillar, will sich im Schwandorfer Süden ansiedeln.
Die Mitglieder des städtischen Planungs- und Umweltausschusses setzten sich erneut mit dem Vorhaben in der vergangenen Sitzung am Donnerstagnachmittag auseinander. Dieses Mal ging es um die Änderung des Flächennutzungsplans sowie der Aufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplans.
Stadtplaner Jeroen Erhardt und Landschaftsplaner Claudio Lenz, beide vom Planungsbüro TB Markert aus Nürnberg, wurden von EDC mit der Erstellung der Planunterlagen beauftragt. Erhardt und Lenz erläuterten den Räten den Entwurf.
Teststrecke für Mobilbagger geplant
Die Stadt Schwandorf verfügt über einen rechtsgültigen Flächennutzungsplan aus dem Jahr 2010. Der Geltungsbereich wird dort, wie Erhardt referierte, als Waldfläche dargestellt. EDC will auf dem Gelände der ehemaligen Tongrube in Klardorf eine Teststrecke für ihre Mobilbagger errichten. Dafür muss das Areal im Flächennutzungsplan als ein Sondergebiet mit der Zweckbestimmung „Fahrzeugentwicklungszentrum“ ausgewiesen werden. „Daher wird die 30. Änderung des Flächennutzungsplans erforderlich“, erklärte der Stadtplaner.
Bevor dies aber geht, musste das Areal geprüft werden. Dabei spielen Schutzgebiete eine Rolle. Erhardt gab hier Entwarnung. Alle Schutzgebiete liegen mehr als 1,5 Kilometer entfernt. Ebenso sei die Flächenversiegelung sowie die Beseitigung von Biotopstrukturen durch das Bauvorhaben als gering einzustufen, so dass keine erheblichen negativen Auswirkungen auf die angrenzenden Schutzgebiete zu erwarten seien.
Bislang bestand für die Fläche kein Bebauungsplan, weshalb das Areal als Außenbereich zu werten ist. Deswegen muss parallel zur Änderung des Flächennutzungsplans auch ein vorhabenbezogener Bebauungsplan aufgestellt werden.
6,7 Hektar großes Areal
Auf dem zirka 6,7 Hektar großen Areal ist der westliche Bereich des vorhabenbezogenen Bebauungsplans Sondergebiet „Fahrzeugentwicklungszentrum“ als eine Grünfläche festgesetzt. Auch die Tongrubenstraße ist bereits im Flächennutzungsplan als Straßenverkehrsfläche dargestellt. „Aus diesem Grund ist eine Änderung des Flächennutzungsplans nicht für den vollständigen Bereich des Bebauungsplans erforderlich“, schloss Erhardt seine Ausführungen.
Landschaftsplaner Claudio Lenz fügte hinzu, dass noch eine Umweltverträglichkeitsstudie und ein Umweltbericht überarbeitet werden müssten. Dies geschah zuletzt im Jahr 2019. Da beide älter als fünf Jahre sind, müssten diese aktualisiert werden, so Lenz.
Bei den Stadträten traf das Vorhaben wie schon in der vorausgegangenen Sitzung am 25. November 2024 auf Zustimmung. Andreas Wopperer (CSU) begrüßte die Pläne von EDC. „Jede vernünftige Betriebsansiedlung sollten wir gut heißen sowie die sinnvolle Nachnutzung der Tongrube“, schloss er seinen Redebeitrag.
Für die SPD-Fraktion meinte Stadtrat Andreas Weinmann, dass er dem Projekt positiv gegenüberstehe. Auch die Klardorfer seien, wie er aus Gesprächen berichtete, mit der Betriebsansiedlung einverstanden.
Kurt Mieschala (UW) und Karl Heinz Saur (FW) signalisierten wie ihre Vorredner ebenfalls Zustimmung. Die Stadträte votierten einstimmig für das Vorhaben.