Staatstheater Regensburg: Kommt der Titel im Mai 2026?

Bayern muss sparen – das wird auch das Regensburger Haus spüren, sagt Matthias Schloderer, der Finanzchef des Theaters. Einige Sonderformate und Personalpositionen sind mit „in Planung“ vermerkt.
„Mit seiner kreativen Kraft setzt das Haus immer wieder neue Impulse, die weit über die Region hinauswirken“: Bayerns Kunstminister Markus Blume schenkt dem Theater Regensburg im Vorwort zum Programmbuch viel Lob, unterstreicht auch seine hohe gesellschaftliche Bedeutung und bekräftigt: Es befinde sich auf der Zielgeraden zum sechsten Staatstheater Bayerns. Termine und Details bleiben zwar noch so vage wie das Bild auf dem Silbercover des Spielplan-Buchs, aber auf Anfrage der Mediengruppe Bayern hieß es am Freitag aus dem Ministerium: „Regensburg wird wie geplant 2026 Staatstheater.“
Ob’s einen Theaterball 2026 gibt, ist fraglich
Matthias Schloderer, Finanzchef des Theaters, und Intendant Sebastian Ritschel bekräftigten bei der Spielplan-Präsentation am Freitag, dass man sich im laufenden Prozess befinde. Dass der Ritterschlag gleich zu Saison-Auftakt im September erfolgt, erscheint Beobachtern inzwischen unwahrscheinlich, spekuliert wird über einen Termin zur Eröffnung der Bayerischen Theatertage im Mai. Welche Rolle die Klausel „vorbehaltlich der Haushaltsbeschlüsse“ und das Spardiktat in Bayern für die angekündigte Millionen-Förderung spielen werden, die der Freistaat dem Staatstheater künftig gewährt, ist nicht genau auszumachen.
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Regensburg ist in glücklicher Lage, im Vergleich etwa zum Landestheater Niederbayern, das im Zelt-Provisorium spielen muss, oder gar zu Berlin, wo Kürzungen für einen kulturellen Kahlschlag sorgen dürften. Aber: Auch Bayern muss sparen – und das Theater wird es spüren. „Die Lage ist volatil“, sagt Schloderer. „Die angespannte Haushaltssituation wird auch in Regensburg nicht ohne Effekt bleiben.“
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Unter einigen Sonderformaten der neuen Saison steht deshalb der Vermerk „in Planung“. Das Open-Air-Festival „Klassik im Jahnstadion“ im Juli 2026 könnte zur Disposition stehen; vom Jahn weiß man ja auch noch gar nicht, in welcher Liga er künftig spielen wird. Und ob der Sommernachtsball „Casino Royale“, auch er im Juli 2026 geplant, tatsächlich über die Bühne gehen wird, scheint im Moment ebenfalls noch nicht ausgemacht. Falls Gelder aus München später oder spärlicher fließen, darf man auch gespannt sein, wann das Haus die diversen offenen Personalpositionen, die das Saison-Buch ausweist, besetzen kann. Unter dem Titel „Think Tank Digitales“ etwa ist die Ausweitung des jungen Ressorts angekündigt; Leitung und Mitarbeit sind mit „N.N.“ vermerkt.