Autofahrer brauchen wieder Geduld: Die A93 wird erneut zur Großbaustelle

Von Isolde Stöcker-Gietl · 20. März 2025 um 15:09

Zwischen Saalhaupt und Regensburg wird die Fahrbahn der A93 auf elf Kilometern erneuert. Vor allem rund um das Dreieck Saalhaupt rechnet die Projektleitung der Autobahn GmbH des Bundes mit Behinderungen. Aber auch sonst müssen Autofahrer einige Änderungen beachten.

Der Weg zwischen der Oberpfalz und Niederbayern wird in den kommenden Monaten ein sehr beschwerlicher. Mit der Erneuerung der Fahrbahn der A93 zwischen Regensburg-Süd und Saalhaupt in östliche Richtung wird der dritte und letzte Hauptbauabschnitt an der viel befahrenen Autobahn eröffnet. Auf elf Kilometern wird der Verkehr in den kommenden Monaten in beide Richtungen auf drei Fahrbahnen geführt. „Das wird in der Konsequenz zu einer deutlichen Reduzierung des Verkehrsvolumens führen und andere Strecken mehr belasten“, sagt Michael Kordon, Niederlassungsleiter Südbayern der Autobahn GmbH des Bundes bei einem Pressetermin am Donnerstag. Die Autofahrer müssen aber noch weitere Einschränkungen hinnehmen.

„Augen zu und durch“

Dennoch sei das Vorhaben alternativlos, sind sich die Verantwortlichen der Autobahn GmbH und die beiden Bürgermeister Barbara Wilhelm (Pentling) und Raffael Parzefall (Thalmassing) einig. Denn die A93 sei nie für ein derartiges Verkehrsaufkommen mit viel Schwerlastverkehr ausgelegt gewesen. Auch Hitze-„Blow ups“ entwickelten sich auf der maroden Fahrbahndecke. Die angrenzenden Kommunen stellen sich nun ein drittes Mal seit 2021 auf Belastungen ein. Die Bürgerinnen und Bürger zeigten aber auch sehr viel Verständnis, sagt Bürgermeisterin Wilhelm. Das Motto sei jetzt: „Augen zu und durch“.

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Anfang April soll mit den Bauarbeiten begonnen werden, bei denen bis zu 1,5 Meter in die Tiefe gearbeitet werden muss. Man wolle die Autobahn „dauerhaft tragbar“ machen, um sie wieder für viele Jahre „störungsfrei“ befahrbar zu machen, erläuterte Kordon. 2023 war die Fahrbahn in westliche Richtung erneuert worden, 2024 fanden Sanierungsarbeiten an den Entwässerungseinrichtungen im Mittelstreifen und den Brückenbauwerken statt. Mit der jetzigen Maßnahme werden sich die Kosten für die Streckensanierung auf rund 119 Millionen Euro belaufen und damit deutlich höher als veranschlagt. 2021 waren die Kosten auf rund 75 Millionen Euro geschätzt worden. Laut Projektleiter Ngoc Tho Tran stiegen etwa Entsorgungkosten deutlich an.

Für die Autofahrer bedeutet die Baustelle neben der verengten Fahrbahn eine Reihe von Umleitungen. Ab Ende März bis ca. Mitte Mai ist die Ausfahrt Regensburg Süd aus München kommend gesperrt. Die Umleitung erfolgt über die Anschlussstelle Bad Abbach. Auch eine direkte Überfahrt von der A93 auf die A3 Richtung Passau ist nicht mehr möglich. Die Autofahrer werden am Autobahnkreuz über die Überfahrt Richtung Nürnberg gelenkt.

Staugefahr an Einfädelstelle

Von Ende März bis Mitte Dezember ist das Dreieck Saalhaupt sowohl in Richtung München als auch in Richtung Regensburg nicht befahrbar. In beide Richtungen wird über die Anschlussstelle Hausen umgeleitet. Zwischen Ende Mai und September wird es keine Abfahrtmöglichkeit von der A93 in Bad Abbach geben (aus München kommend). Die Einfahrt von Bad Abbach Richtung Regensburg wird zwischen Mai und Juli gesperrt.

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Die Verantwortlichen rechnen vor allem mit einer großen Staugefahr am Dreieck Saalhaupt in Richtung Regensburg. Denn hier müssen die Fahrzeuge in die einspurige Fahrbahn einfädeln. Von der Autobahn abfahren, bringe aber nichts, sagt Projektleiter Tran. Er rät zu öffentlichen Verkehrsmitteln und Fahrten außerhalb der Stoßzeiten. Wer diese Optionen nicht habe, der sollte in jedem Fall mehr Zeit einplanen. „Aber danach haben wir endlich wieder eine Autobahn hier, die auch wie eine Autobahn genutzt werden kann“, verspricht Kordon.

Die Autobahn aus der Vogelperspektive. Hier wird es ab kommender Woche eng. Foto: Loscher
Die Verantwortlichen luden am Donnerstag zu einem Pressegespräch ein, um die Maßnahmen und den Zeitplan zu erläutern. Foto: Stöcker-Gietl