A93-Sanierung startet: Jetzt wird’s eng – Schon ab Mitte März Sperrungen und Staugefahr

Von Martin Rutrecht · 8. März 2025 um 17:00

„Erhebliche Verkehrseinschränkungen“ nahen: Die Autobahn Südbayern stellt Verkehrsteilnehmer schon mal vorsorglich auf die A93-Sanierung zwischen Saalhaupt und Regensburg-Süd ein. Ab Mitte März bis Dezember laufen Vorarbeiten und Fahrbahnerneuerung. Sperrungen und Staus sind die Begleiterscheinungen.

Die in die Jahre gekommene Betonautobahn hat ausgedient. Nachdem in 2023 die Fahrtrichtung von Regensburg in die Holledau/München vollständig erneuert wurde, stehen heuer elf Kilometer ab Dreieck Saalhaupt (Landkreis Kelheim) bis Regensburg-Süd an.

Für die Autobahnnutzer bedeutet dies ab Mitte/Ende März für ganze neun Monate: nur ein Fahrstreifen Richtung Regensburg (ab 23. März), zwei verengte Fahrstreifen in Richtung München (ab 19. März).

„Wir beginnen am Montag, 17. März, mit dem Aufbau der Verkehrsführung. Das wird insgesamt zwei bis drei Wochen dauern“, sagt Christoph Graebel, Projektsprecher für die Sanierung bei der Autobahn Südbayern. In dieser Zeit könne es immer wieder zu Einschränkungen kommen. Der gesamte Verkehr wird auf die 2023 erneuerte Fahrbahn verlegt – damit kann die alte Betonfahrbahn abgebrochen werden.

Nadelöhr am Dreieck Saalhaupt

Neben der Reduzierung der Fahrstreifen von vier auf nur drei sind im Lauf des Jahres weitere Einschränkungen an den Anschlussstellen, dem Autobahnkreuz Regensburg, dem Dreieck Saalhaupt und an der Tank & Rast-Anlage Pentling notwendig. Am Knoten Saalhaupt wird die direkte Überfahrt von der B15 auf die A93 in Richtung Regensburg gesperrt. „So werden bis Mitte Dezember zusätzlicher Rückstau und Unfälle beim Einfädeln in den einstreifigen A93-Bereich vermieden.“

Die Umleitung führt vom Dreieck Saalhaupt über die A93 in Richtung Holledau/München mit Umkehren an der Anschlussstelle Hausen. Ebenfalls bis Mitte Dezember 2025 ist die Überfahrt von der A93 aus München kommend auf die B15 Richtung Landshut nicht möglich. Die Umleitung reicht ab der Anschlussstelle Hausen über die Kreisstraße K10 und die Staatsstraße 2144 zur Anschlussstelle Schierling-Nord.

Bis Mitte Mai Behinderungen am Autobahnkreuz Regensburg

Während diese Verkehrsführungen das ganze Jahr über gelten, sind am Autobahnkreuz Regensburg Einschränkungen nur bis Mitte Mai nötig. Für die Fahrtrichtung München wird der Verkehr ab dem Autobahnkreuz in zwei verengten Fahrstreifen geführt.

Im selben Zeitraum steht in Richtung Regensburg/Hof zwischen der Anschlussstelle Regensburg-Süd und dem Autobahnkreuz Regensburg nur ein Fahrstreifen zur Verfügung. „Dadurch ist in dieser Zeit die Überfahrt von der A93 aus München kommend auf die A3 Richtung Passau nicht möglich“, erläutert Graebel. Die Umleitung führt über andere Verbindungsfahrbahnen im Autobahnkreuz.

An der Anschlussstelle Regensburg-Süd wird bis Mitte Mai die Ausfahrt aus München kommend gesperrt. Grund sind neben Aufbau der Verkehrsführung auch Arbeiten zur Fahrbahnerneuerung. Als Ersatzausfahrt dient die Anschlussstelle Bad Abbach. Im erwähnten Zeitraum ist zudem die Einfahrt auf die A93 Richtung München mit einer Stopp-Stelle versehen. „Ein Beschleunigungsstreifen findet auf der A 93-Brücke über die B16 keinen Platz“, so der Projektsprecher. Die Einfahrt Richtung Regensburg sowie die Ausfahrt aus Regensburg kommend bleiben offen.

Ab Anfang April Abbruch der alten Betontrasse

Die eigentlichen Arbeiten zur Sanierung beginnen Anfang April. „Wir peilen nach aktuellem Zeitplan den 7. April an. Es kann aber auch schon einige Tage vorher sein“, sagt Graebel. Erster Akt der Erneuerung ist der Abbruch der alten Betonstreifen auf besagten elf Kilometern Länge. „Danach wird der Fahrbahnunterbau bis in 1,50 Meter Tiefe bearbeitet und neu aufgebaut. Zudem werden Arbeiten an Unterführungsbauwerken durchgeführt und Entwässerungsleitungen erneuert.“

Abschließend erhält die neue Fahrbahn eine Straßendecke aus Asphalt. Insbesondere beim Abbruch der alten Betonfahrbahn sei im Umfeld der Arbeiten mit einer „spürbar erhöhten Lärmbelastung zu rechnen“.

Umliegende Gemeinden wieder vor Verkehrsinfarkt?

Wie schon vor zwei Jahren wird es für Verkehrsteilnehmer, aber auch Anrainer im umliegenden Orten zwei große Fragen geben: Wo staut es sich? Und über welche Ausweichrouten wird die A93 gemieden? „Die größte Staugefahr sehen wir vor dem Dreieck Saalhaupt Richtung Regensburg.“ Graebel appelliert, auch dann nicht die Autobahn zu verlassen, „wenn der Verkehr stockt oder sich staut“.

Bereits 2023 habe man gesehen, dass ein Ausweichen über Schleichwege durch umliegende Gemeinden „zeitlich wenig bringt, eher im Gegenteil, weil die Straßen für den Autobahnverkehr nicht geeignet sind“. Die Autobahn Südbayern rät auch, aufschiebbare Fahrten zu vermeiden und öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen.