Neue Blasrohr-Sparte sorgt für Furore: Schützengau Jura zieht beim Jubiläumsverein in Polzhausen Bilanz

Von Manfred Kox · 19. März 2025 um 19:00

In diesem Jahr stehen die Polzhausener Schützen im Interesse ihrer Sportkameraden, gerade wegen der Jubiläumsfeierlichkeiten der „Brüder von der Eiche“ im Mai. Dieses Mal hatte der Schützengau Jura des Bezirks Oberpfalz zur Jahresversammlung zur Rödlwirtin eingeladen.

Gauschützenmeister Werner Wolf und Andreas Dechant, seines Zeichens Schützenmeister in Polzhausen, konnte eine große Anzahl von Vertretern der Vereine sowie den Bürgermeister Hans Schmid aus Laaber, der selbst Mitglied ist, und die anwesenden Ehrengäste begrüßen.

Vergleich mit Nachbarn

Für die Gaujugendleitung informierte Wolfgang Bock über Aktivitäten. Bei den Neuwahlen wurden der neue Jugendsprecher Alexander Hollweck bestimmt und Alexander Uldtschmidt zum 3. Gaujugendleiter ernannt. Gausportleiter Peter Oettl informierte über die sportlichen Ergebnisse der Aktiven. Besonders hob er das Vergleichsschießen mit den Nachbargauen Neumarkt, Altdorf, Beilngries und Schwabach-Roth-Hilpoltstein hervor. Dort sei nicht nur der Sport, sondern auch das freundschaftliche Beisammensein in jedem Jahr wieder Anreiz der Ü 51-Schützen, dabei zu sein. Oettl wies noch einmal darauf hin, wie wichtig das Mitführen des Schützenpasses für Wettkampfteilnehmer sei. Ohne ihn und den zugehörigen Personalausweis sei eine Anmeldung nicht möglich. Auch für die Waffenkontrolle sollten die Schützen das Ablaufdatum ihrer Pressluftkartuschen kennen.

Bernhard Wolfsteiner berichtete, dass im Rundenwettkampf 394 Einzelschützen in 77 Mannschaften teilgenommen haben. 28 der 34 Vereine beteiligten sich am Wettbewerb. Auflagereferent Erhard Esche warb für das Schießen im Auflagebereich. Er erläuterte die Änderung der Zulassung von Schaftkappe und Haken am Gewehr, die seiner Meinung nach nicht der Weisheit letzter Schluss seien.

Blasrohrreferent Andreas Braun konnte für seine Disziplin große Erfolge vermelden. In diesem Jahr sei der Sport vom DSB und BSB offiziell aufgenommen worden. Bei den ersten Wettkämpfen erreichte der Juragau auch erste Plätze. Der Andrang sei so groß, dass bei Wettkämpfen schon Qualifikationskriterien aufgestellt werden müssten. Auch Michael Ruhland, Referent für das Lichtschießen, sprach über ein wachsendes Interesse. Die Zahl der Jungschützen steige.

Gauschützenmeister Wolf schilderte dann ausführlich die Aktivitäten im Gau. Dazu gehörten die Gaumeisterschaft im Blasrohrschießen sowie als besonderen Höhepunkt der 74. Bezirksschützentag in Parsberg. Die Mitgliederzahl umfasst 3386 Schützen, 109 Junioren, 127 Jugendliche und 241 Schüler. Der Anteil der Damen liegt bei 1057 Schützinnen.

Erhöhung der Umlage

Wolf bat die Mitglieder, die angebotenen Veranstaltungen zu besuchen, um die Gemeinsamkeit und die Tradition zu pflegen, die bei den Schützen ja weit zurückreiche. Er bedankte sich bei den vielen Ehrenamtlichen, die sich im Interesse aller einbrächten und auch bei den Familien, die ihnen den Rücken stärkten und auf einiges verzichten müssten.

Harald Frischcholz, Bezirksschützenmeister der Oberpfalz, wies auf die neue Bleirichtlinie der EU hin, nach der die Munition nur am Schießstand Verwendung finden dürfe. Er hoffe, dass sich neue Regelungen ergeben würden, die nicht zu weiteren Problemen führten. Frischholz kündigte Veranstaltungen an, zu denen heuer auch die 75-Jahrfeier des Volksschützenbundes, der Deutsche Schützentag und der Landesjugendtag gehören. Kostensteigerungen würden wohl eine Erhöhung der Umlage notwendig machen.

Silberne Ehrenkreuze

Georg Reeber: Gauschützenmeister Werner Wolf ehrte verdiente Mitglieder. Reeber erhielt das Silberne Ehrenkreuz des Schützengaus. Sieben Jahre lang war er Kassenprüfer und drei Jahre Referent für Vorderlader sowie Helfer bei der Gaujugend fürs KK-Schießen.

Emil Zeidler: Das Gauehrenmitglied erhielt ebenfalls das Silberne Ehrenkreuz. Er war sieben Jahre Ausschussmitglied im Gau, viele Jahre Delegierter zum Bezirksschützentag. Er führte Aufsicht bei Bezirksmeisterschaften und ist noch heute als Chronist für den Juragau im Einsatz.