Warum der Ärger über Brummifahrer auf der Autobahn bei Regensburg schnell verraucht

Unterwegs auf der Autobahn. Aus dem Lautsprecher tönt Get your kicks on Route 66 von den Rolling Stones, John Denvers Take me home, country roads und Willie Nelsons On the road again. Und alles ändert sich...
Die A3 ist eine der wichtigsten deutschen Verkehrsstraßen und die zweitlängste im Land. Sie verknüpft das Rhein-Main-Gebiet mit Österreich und Südosteuropa. Überdies ist sie eine bedeutende Lebensader im Raum Regensburg. Im Urlaubsreiseverkehr erreicht sie laut Autobahn GmbH Spitzenwerte mit nahezu 100 000 Fahrzeugen pro Tag. Der Anteil des Schwerlastverkehrs liegt mit rund 20 Prozent über dem bayerischen Durchschnitt.
Wir fahren Richtung Westen. Natürlich sitzen auch heute jede Menge Brummifahrer auf dem Bock (Foto: Felix Jung). Und weil es einfach nicht vorangehen will, grummeln wir vor uns hin: Jetzt nicht noch ein im Zeitlupentempo geführtes Elefantenrennen der Laster. Doch dann denke ich an mein Interview mit dem Fernfahrer: Mindestens sechs, sieben Stunden auf der Straße, 600 bis 700 Kilometer pro Tag. Der Termindruck ist enorm. Egal um welches Gewerbe oder welche Industrie es geht oder ob es nur der Kühlschrank zu Hause ist – sie halten den Laden am Laufen. Hut ab, Respekt!
Wir legen eine Musikkassette ein, die wir früher immer auf Fahrt gehört haben: Get your kicks on Route 66 von den Rolling Stones; John Denvers Take me home, country roads; Willie Nelsons On the road again. Plötzlich weht ein Gefühl von Freiheit und weite Welt. Gute Fahrt, Rubber Duck mit deinem pechschwarzen 74er Mack und allen Convoy-Cowboys!