Die große Liebe finden am Joghurtregal: In diesen Regensburger Supermärkten stehen jetzt „Flirtkörbe“

Von Marion Neumann · 11. März 2025 um 15:00

Der Redewendung „jemandem einen Korb geben“ hat Raphael Dirnberger eine völlig neue Bedeutung verpasst. Statt einer Abfuhr will der Chef des Edeka-Markts am Regensburger Hauptbahnhof Singles beim Einkaufen zusammenbringen – mit pinken „Flirtkörben“.

„Ich habe die Idee von einem Kollegen aus dem Norden“, sagt er. „Nachdem ich erst kürzlich wieder gelesen habe, dass Regensburg Single-Hauptstadt ist, dachte ich, dass wir das mal ausprobieren sollten.“

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Im Edeka am Regensburger Hauptbahnhof, aber auch in den Filialen im Landkreis in Wenzenbach, Bernhardswald, Obertraubling und Lappersdorf können Alleinstehende deshalb seit Kurzem zu den besonderen Einkaufskörben greifen. Das Konzept ist einfach: Wer mit einem „Flirtkorb“ in der Hand im Supermarkt unterwegs ist, ist „offen für neue Begegnungen“ und möchte angesprochen werden. „Die Körbe haben nicht nur eine andere Farbe, sondern sind auch mit einem Aufkleber versehen. Außerdem haben wir eine kleine Erklärung dazu geschrieben, wie alles funktioniert“, sagt Dirnberger.

„Flirtkörbe“ im Supermarkt: Gab es schon erste Dates?

Obwohl es die Körbe noch nicht lange gibt, scheint die Idee bei den Kunden schon jetzt gut anzukommen. „Am Anfang hatten wir ein wenig Bedenken, ob die Hemmungen nicht zu groß sein würden. Aber das hat sich glücklicherweise nicht bestätigt.“ Schon mehrmals seien die pinken Single-Einkaufskörbe in dem Edeka-Markt in der Stadt und in den Geschäften im Landkreis in Gebrauch gewesen. Nicht nur jüngere Kunden, sondern Frauen und Männer jeden Alters hätten schon zugegriffen. „Einmal ist es passiert, dass ein älterer Herr einen pinken Korb genommen hat, ohne die Hinweise zu sehen. Aber als wir ihn darauf aufmerksam gemacht haben, hat er gemeint, dass er das Konzept eigentlich ganz schön findet.“

Ob am Joghurtregal, an der Käsetheke oder der Gemüseabteilung tatsächlich Handynummern ausgetauscht wurden und sich Kunden im Anschluss an den Wocheneinkauf zum ersten Date verabredet haben, kann Dirnberger leider nicht sagen. Rückmeldungen von frisch verliebten Paaren lassen noch auf sich warten. „Vielleicht kommt das noch“, sagt er, „und irgendwann gibt es dann sogar einen Antrag im Supermarkt“.