Aktives Neumarkt plant einen neuen Pop-up-Store in der Klostergasse

Von Eva Gaupp · 8. März 2025 um 15:00

Frühlingsanfang und Herbstbeginn – diese beiden Jahreszeiten will Aktives Neumarkt mehr zelebrieren – und Kunden mit besonderen Angeboten in die Stadt locken. Der „Frühlingszauber“ startet am 17. März.

Genau um 10.01 Uhr überschreitet die Sonne am 20. März den Himmelsäquator von Süd nach Nord. Das ist, astronomisch gesehen, der exakte Zeitpunkt des Frühlingsanfangs, erklärt Citymanager Christian Eisner. Und genau dann verschenkt Aktives Neumarkt an die ersten hundert Kunden des Wochenmarkts ein Töpfchen Krokusse, „Frühlingsbotschafter für Zuhause“.

Am folgenden Samstag, 22. März, präsentieren sich dann Vereine und Organisationen auf zwei Flächen im NeuenMarkt sowie auf dem Rathausplatz. Und die Nachfrage sei gut, sagt Eisner: „Es gibt sogar schon Interessenten, die im Herbst auftreten wollen“.

Klöppelkongress in Neumarkt

Weil sich am 24. April die deutschen Klöppel-Experten in der Großen Kreisstadt zum 41. Klöppelspitzen-Kongress treffen, stellen Klöppler diese uralte Handarbeitstechnik in der Innenstadt vor und lassen sich über die Schulter schauen. In Schaufenstern sollen besondere Exponate ausgestellt werden und auch ein Gewinnspiel plant Eisner dazu. Musiker und Straßenakts werden das Programm am 22. März abrunden.

Ebenfalls am Samstag startet wieder ein Pop-up-Store in der Klostergasse 9. Bis Ende Juli dürfen sich Besucher auf unterschiedliche Manufakturen freuen: „Da bieten wir Kleinstunternehmern die Chance, ihre Sortimente auszuprobieren“, sagt der Citymanager. Immer zwei Unternehmer nutzen für drei Wochen die rund 70 Quadratmeter große Fläche. Den Anfang machen zwei Anbieter mit Schmuck und Deko-Artikeln.

Das Besondere an dem zweiten Akteur: Dank eines 3-D-Druckers könnten Kunden sich Produkte nach ihren individuellen Wünschen anfertigen lassen, erklärt Eisner. Ein ungewöhnliches Angebot für die Kunden – und eine Möglichkeit für den Anbieter, Erfahrungen zu sammeln, ob es eine Zielgruppe für seine Idee gibt. Weitere Anbieter wird es im Bereich Textilien geben und während der Kulturnacht auch aus dem künstlerischen Sektor.

Ideen ausprobieren, das hält der Citymanager für ganz wichtig, um Neumarkts Innenstadt attraktiv und interessant zu machen. Eine solche Idee war der Altstadtsommer vergangenes Jahr gewesen. Die Rasenflächen bleiben und was die Stadt aus den ersten Erfahrungen für Schlüsse zieht, soll am 19. März bei einer Pressekonferenz bekannt gegeben werden.

Dass ein Gründerwettbewerb zur Gestaltung des Einzelhandels in Innenstädten nicht die Resonanz erfahren hat, wie sich Aktives Neumarkt gewünscht hatte, findet Christian Eisner nicht schlimm. „Man muss proaktiv einfach mal was ausprobieren. “

Nacht der Sinne profitiert noch nicht von Ladenschlussgesetz

Neue Ideen hatten er und der Verein auch für die „Nacht der Sinne“ am 10. Mai gehabt. Zum Beispiel weitere Straßenzüge in das geschehen mit einzubeziehen. Aber das klappt nun leider nicht, denn Bayern wird sein neues Ladenschlussgesetz wohl erst Mitte des Jahren im Landtag auf den Weg bringen. Bislang waren die Hürden für so ein nächtliches Event recht hoch gewesen: Die Stadt Neumarkt musste dafür die ausdrückliche Genehmigung der Regierung der Oberpfalz einholen.

Das wird künftig deutlich einfacher, denn dann darf jede Kommune selbst bis zu acht abendliche Events genehmigen. Und ein verkaufsoffener Sonntag muss auch nicht mehr an eine übergeordnete kulturelle Veranstaltung gebunden sein. In diesem Punkt wird sich in Neumarkt aber wohl nichts ändern: Traditionell werden die Läden während des Oster- und des Martinimarkts am 13. April sowie am 9. November öffnen. „Die Öffnungszeiten sind immer auch eine Frage des Personals“, sagt der Citymanager. Deshalb sieht er auch kein Problem darin, dass der Freistaat an den Öffnungszeiten von 6 bis 20 Uhr festhält.

Das neue Gesetz erlaubt einzelnen Geschäften außerdem ohne Genehmigung, bis zu vier Mal im Jahr bis 24 Uhr zu öffnen. „Damit wären auch Straßenfeste etwa in der Klostergasse denkbar“, sagt Eisner.

Der Freistaat ist das einzige Bundesland, das noch über kein eigenes Ladenschlussgesetz verfügt. Er orientierte sich nach wie vor an der bundesweiten Regelung aus dem Jahr 1956. Das soll sich bis Mitte des Jahres ändern. Das Kabinett hat den Gesetzesentwurf bereits im November abgesegnet – derzeit werden Verbände wie etwa aus dem Stadtmarketing angehört, bevor der Landtag entscheidet.