Bayerische Chip-Industrie: Wo sind die Zentren der Halbleiter-Branche im Freistaat?

„Die Chip-Industrie ist eine der Schlüsselbranchen für innovative Technologien und ein essenzieller Treiber von Digitalisierung und Automatisierung“, heißt es in einer Studie der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw) aus dem Dezember zur Rohstoffsituation der Industrie im Freistaat. Die Untersuchung gibt auch einen Überblick darüber, wo sich die Zentren der Halbleiterbranche in Bayern befinden.
Der Freistaat nimmt der Studie zufolge „eine bedeutende Rolle in der deutschen und europäischen Chip-Industrie“ ein. Demnach zählen München und der Raum Regensburg zu den größten Standorten der Branche in Bayern. Dort seien zahlreiche Firmen und Forschungseinrichtungen ansässig. Eine abgebildete Karte zeigt auch eine weitere wichtige Region: Mittelfranken mit den Städten Nürnberg und Erlangen.
In letzterer hat beispielsweise das Fraunhofer-Institut für Integrierte Systeme und Bauelementetechnologie IISB seinen Sitz. In Nürnberg entwickelt und produziert unter anderem die SiCrystal GmbH Halbleiter für die Autoindustrie.
Infineon und ams Osram in Regensburg
Stark im Bereich Chips für die Automobilbranche ist auch die Infineon AG aus Neubiberg bei München. Das Unternehmen betreibt zudem ein großes Werk in Regensburg. Dort hat auch der österreichische Halbleiter-Hersteller ams Osram einen Standort. In der vbw-Studie wird außerdem die B-Horizon Microelectronics GmbH aus Sinzing (Lkr. Regensburg) erwähnt. Das Unternehmen fungiert im Bereich Halbleiter und smarte Sensoren als Entwicklungspartner für Firmen.
Aber auch abseits der Zentren sind Schwergewichte der Branche vertreten: In Burghausen (Lkr. Altötting) erzeugt Wacker Chemie Polysilicium für die Chip-Industrie.