Kelheim hebt die Gebühren für Märkte und Feste an

Seit fast zehn Jahren zahlten Fieranten in der Kreisstadt dieselben Gebühren. Das müssen Fieranten und Standler 2025 zahlen.
Seit Januar 2016 galt in Kelheim dieselbe Gebührensatzung für Märkte und Veranstaltungen. Das war dem Rechnungsprüfungsausschuss schon länger ein Dorn im Auge. Nun erhöhen sich die Tarife.
Die folgenden Änderungen wurden im Stadtrat einstimmig verabschiedet: Zum einen zahlen Standler und Fieranten pro laufendem Frontmeter Marktgebühren. Bei Warenmärkten wie an verkaufsoffenen Sonntagen, beim Kreisstadtfest oder Spitzlmarkt werden künftig für Warenstände je Meter fünf statt bislang vier Euro fällig, für Imbiss-Stände sind es zwölf statt elf Euro. Beim wöchentlichen Kelheimer Viktualienmarkt sind es künftig pro Meter 80 statt 70 Cent.
Das kostet ein Imbiss-Stand
Bei Italienischer Nacht und Race24 zahlen Imbiss-Stand-Betreiber künftig für drei Tage 450 (bisher 400) Euro. Wer seine Imbiss-Bude nur zur italienischen Nacht aufstellt, muss 200 statt bislang 150 Euro zahlen.
Beim Kelheimer Volksfest sind ab 2025 für Imbiss-Stände pro Meter 6,50 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer (bislang waren es 5,50 Euro) zu entrichten, Zeltbetriebe zahlen ab 2025 2,50 Euro plus Mehrwertsteuer (bis 2024 waren es zwei Euro). Strom und Wasser werden separat durch die Stadtwerke Kelheim berechnet.
Diese Gebühren werden beim Christkindklmarkt in Kelheim fällig
Am Kelheimer Christkindlmarkt bleiben die Kosten für Wechsel- und Handwerkerbuden sowie Imbiss-Stände an sich gleich. Wer sie bucht, muss für Wechselbuden als Kunsthandwerker oder Verein täglich 20 Euro berappen, für Wechselbuden zahlen Gastronomen pro Tag 30 Euro. Wer die komplette Zeit mit einer Kunsthandwerkerbude dabei ist, zahlt 120 Euro, für Imbiss-Stände mit eigenem Verkaufswagen werden 350 Euro fällig, für Imbiss-Stände mit städtischer Bude 400 Euro.
Zusätzlich werden folgende Pauschalen erhoben – für Strom (zu Warenmärkten je Tag) fünf Euro (bislang 3,50 Euro), zu Wochenmärkten (Viktualienmarkt) zwei Euro (bislang 1,50), für Wasser (mit eigenem Schlauch, pro Markttag) fünf Euro. Zudem wird eine Werbekostenpauschale fällig. Sie steigt für Warenmärkte pro Tag auf fünf Euro (bislang 2,50 Euro), die Werbekostenpauschale beim Volksfest steigt von 15 auf 25 Euro.
Wer eine städtische Bude (drei mal zwei Meter) nutzen will, zahlt pauschal 50 Euro.
Für Markt- und Veranstaltungsstände, bei denen Essen und Getränke angeboten werden, erhebt die Stadt sogenannte Gestattungsgebühren. Dafür werden zwischen 30 und 1700 Euro fällig. Die Höhe der Gebühr richtet sich laut Sitzungsunterlage an Zeitraum und Bewirtungsfläche.
Für die Marktfestsetzung, zum Beispiel bei Flohmärkten erhebt die Stadt eine Gebühr zwischen 50 und 1500 Euro.
Zudem heißt es in der angepassten Satzung: Beim Wochenmarkt werden die Gebühren jährlich im Voraus erhoben. Als „Bonus“ werden für die Vorauszahlung zehn Monate berechnet. Wer nur saisonal vertreten ist, entrichtet die Gebühren am Jahresende für die tatsächlichen Markttage.