Clever planen und Geld sparen: Haushaltstipps von Moderatorin Yvonne Willicks

Von Sarah Woipich · 1. März 2025 um 05:00

Die Lebensmittelpreise sind zuletzt wieder gestiegen. Für viele bedeutet das: Es muss beim Einkaufen im Supermarkt oder Discounter gespart werden. Wie das klappt, weiß Yvonne Willicks (54).

Als Moderatorin des WDR-Formats „Der Haushalts-Check“ gibt sie Tipps zur effektiven und nachhaltigen Haushaltsführung.

Kühlschrank checken und auf Vorrat kaufen

Grundsätzlich bestehe laut Yvonne Willicks großes Sparpotenzial bereits darin, den Einkauf gut zu planen. Dazu gehöre es, den Kühl- und Vorratsschrank vorab zu begutachten. „Um Lebensmittel nicht zu verschwenden, sollte man erst aufbrauchen, was noch da ist oder den Einkauf so planen, dass Vorhandenes noch verwertet wird“, sagt die Haushaltsexpertin. Gleiches gelte für den Vorrat. „Dinge zu horten, bringt nichts. Wenn aber die Lieblingsmarke vom Kaffee im Angebot ist, kann man ruhig zugreifen“, so Yvonne Willicks.

Mogelpackungen erkennen und Rabattaktionen nutzen

Erhöhen Hersteller Preise, fällt das meist nicht sofort auf. „Da wird viel getrickst“, weiß Yvonne Willicks. Ein Hinweis für Mogelpackungen könnten Designänderungen sein. „Verpackungen werden verkleinert, der Preis bleibt aber gleich. Wenn das Produkt anders aussieht oder mit Schlagworten wie ,Verbesserte Rezeptur‘ geworben wird, sollte man genau hinsehen“, betont die Hauswirtschafterin. Ein Produkt nur zu kaufen, weil es im Angebot ist, sollte man vermeiden. Angebote für Dinge, die man oft kauft, könnten sich aber lohnen.

Selten, aber mit Korb und Einkaufszettel einkaufen

Ein Muss für alle Sparfüchse sei auch der gute alte Einkaufszettel – egal ob handschriftlich verfasst oder unter Zuhilfenahme einer App. „Mit einer Liste kommt man nicht so sehr in Versuchung, sich im Supermarkt ablenken zu lassen. Dafür braucht es aber zuerst einen Wochenplan“, sagt Yvonne Willicks. Am besten gehe man nur einmal pro Woche einkaufen: „Das reduziert die Gefahr von Impulskäufen. Und wer öfters geht, der nutzt besser einen Korb. Im Einkaufswagen finden sonst Dinge Platz, die man nicht braucht.“

Eigenmarken nutzen und auf Spezialmittel verzichten

Aufgrund der Engpässe im Geldbeutel rücken auch Eigenmarken in den Fokus. „Zwar werden diese prozentual gesehen auch teurer, allerdings sind sie meist immer noch günstiger als die bekannten Markenprodukte. Was Qualität und Geschmack angeht, schneiden sie aber oft nicht schlechter ab“, sagt Willicks. Einsparpotenzial bestünde auch bei Putz- und Waschmitteln: „Wer Essig, Natron, Zitronensäure oder Gallseife zuhause hat, braucht keine teuren Spezialmittel kaufen.“

Trödeln vermeiden und untere Regale im Blick haben

Ebenfalls nicht gut für den Geldbeutel ist es, sich länger als nötig im Ladengeschäft aufzuhalten. „Wer durch die Gänge schlendert, lässt sich meist leichter zu Spontankäufen verführen“, warnt Yvonne Willicks. Und man sollte wissen, dass teure Produkte sich meist auf Augenhöhe im Regal befinden – Bücken und Strecken könne sich also auszahlen.

Preise vergleichen und eine Nacht drüber schlafen

Besonders bei Rabattaktionen können Preisvergleiche lohnen. Um herauszufinden, ob etwas tatsächlich so günstig ist wie beworben, könne man Apps oder Prospekte nutzen. Und wer sich selbst austricksen möchte, für den hat Haushalts-Profi Yvonne Willicks noch einen Tipp: „Lang ersehnte Produkte nicht gleich kaufen, sondern erst eine Nacht drüber schlafen. Meist ist der Wunsch dann nicht mehr ganz so dringlich.“

Statt teure Putzmittel zu kaufen, kann man auch auf Hausmittel wie Zitronensäure, Natron oder Gallseife zurückgreifen. − Fotos: Adobe Stock
Wer vermeiden möchte, mehr Produkte zu kaufen als nötig, greift besser zum kleineren Korb als zum Einkaufswagen, der viel Platz bietet.
Preise vergleichen kann sich lohnen. Besonders bei Rabattaktionen hilft es, sich einen Überblick über verschiedene Angebote zu machen.
Wer sich einen Wochenplan für Lebensmittel macht und mit einem Einkaufszettel in den Supermarkt geht, vermeidet teure Impulskäufe.