Regionaler Streiktag in Kelheim – Hier ist mit Einschränkungen und Verkehrssperre zu rechnen

Die Gewerkschaft Verdi ruft am Donnerstag, 27. Februar, in Kelheim zum regionalen Warnstreiktag mit Kundgebung auf. Das ist geplant.
Die aktuelle Tarif-Auseinandersetzung im öffentlichen Dienst wird am heutigen Donnerstag auch in Kelheim sichtbar. An die 400 Streikende erwartet Niederbayerns Verdi-Geschwerkschaftssekretär Christoph Kittel.
Geplant ist ab 10.30 Uhr eine Kundgebung am Ludwigsplatz. Zu Beginn soll der Opfer des Anschlags von München gedacht werden. Mutmaßlich von 9 bis 13.30 Uhr wird der Ludwigsplatz für den Verkehr gesperrt sein, heißt es. Auch im Umfeld könnte es zu kleinen Behinderungen kommen.
Diese Kommunen werden mutmaßlich bestreikt
Erwartet werden laut Kittel die Beschäftigten zahlreicher Kommunen aus dem Landkreis – aus Kelheim, Bad Abbach, Neustadt, Abensberg, Saal oder Mainburg, aber auch alle Standorte des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamts (WSA) Donau MDK (von Bamberg bis Passau) sollen vertreten sein. Beim WSA geht man davon aus, dass heute mit Einschränkungen für die Binnenschifffahrt zu rechnen sein wird. Da unter anderem Schleusen bestreikt werden dürften.
Zudem sind Mitarbeiter von Kreissparkasse und Landratsamt zum Streik aufgerufen.
„Am besten gleich morgens um 8 ins Kelheimer Rathaus“
Während Kelheims Bürgermeister Christian Schweiger Bürgern, die heute dringend etwas von der Stadt benötigen, rät, dies gleich ab 8 Uhr anzugehen oder die Verwaltung online zu kontaktieren, rechnet man bei der Kreissparkasse mit keinen Einschränkungen.
Im Kelheimer Landratsamt rechnet man mit keinen gravierenden Auswirkungen auf den Parteiverkehr und schiebt hinterher, „dass diese Aussage ohne absolute Verbindlichkeit zu verstehen ist“.
Das fordern die Beschäftigten im Öffentlichen Dienst
Die aktuellen, regionalen Kundgebungen, hält Gewerkschaftssekretär Kittel für unerlässlich, um den Forderungen der Beschäftigten Nachdruck zu verleihen. Nach zwei Verhandlungstreffen gebe es nach wie vor kein Angebot. Das sei „respektlos“ gegenüber den Beschäftigten.
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Zu den zentralen Forderungen zählen 8 Prozent mehr Entgelt (mindestens 350 Euro), drei freie Tage extra oder auch die Einführung eines neuen Arbeitszeitkontos mit flexibler Wahl zwischen Zuschlägen und mehr Freizeit.
So sieht Bad Abbachs Bürgermeister den Tarif-Streit
Bad Abbachs Bürgermeister Benedikt Grünewald kennt die Tarifauseinandersetzung nicht nur als Rathaus-Chef, sondern auch als Vorsitzender des Ausschusses für Personal und Recht im Deutschen Städte- und Gemeindebund. Als Letzterer hofft er auf eine schnelle Tarifeinigung. Er habe Verständnis für angemessene Lohnanpassungen, so Grünewald. Im Haushalt 2025 rechne der Markt Bad Abbach daher mit 6 Prozent Tariferhöhung.
„Die Forderung nach mehr Urlaub und weniger Arbeitszeit gehen meiner Meinung nach an der Realität und den Interessen der Beschäftigten vorbei.“ Dadurch würden Arbeiten liegen bleiben oder es müssten neue Stellen geschaffen werden, „die im besten Fall nur zusätzliche Kosten verursachen, wahrscheinlich aber gar nicht zu besetzen sind, weil der Arbeitsmarkt die Kräfte nicht vorhält“.