Zweitägiger Warnstreik geplant: Chams Sana-Beschäftigte wollen für mehr Lohn kämpfen

Von Christoph Klöckner · 24. Februar 2025 um 19:00

Die Zeichen bei den Sana Kliniken des Landkreises Cham stehen wieder auf Streik – voraussichtlich am Donnerstag und Freitag werden die Beschäftigten der Krankenhäuser in jeweils ganztägige Warnstreiks treten, um ihre Forderungen nach Übernahme des Tarifvertrags für den öffentlichen Dienst (TVöD) zu untermauern. Das kündigte Verdi-Vertreter Heinz Neff am Montag auf Nachfrage an.

Donnerstag starte die zweite Verhandlungsrunde zwischen den Sana-Vertretern und der Tarifkommission aus Verdi-Vertretern und Betriebsratsmitgliedern, so Neff. Die erste habe keine Annäherung der Tarifparteien gebracht und auch für diese Verhandlungsrunde erwarte er sich noch keinen Durchbruch, sagte Neff. Es werde wohl noch eine dritte Verhandlungsrunde geben müssen, vermutet der Verdi-Vertreter.

Um hier Druck auf die Arbeitgeber zu machen, werde in die Verhandlungen reingestreikt. Anders als im vergangenen Jahr gibt es jedoch keinen Warnstreik als aktive Mittagspause, sondern die Beschäftigten würden gleich für zwei Tage zu ganztägigen Warnstreiks aufgerufen. Die Notdienstbereitschaft sei mit der Sana-Geschäftsführung soweit geklärt, doch ob es nicht doch noch – wie 2024 – Versuche gebe, hier gerichtlich etwas zu stoppen oder zu ändern, sei offen. Streikziel sei in jedem Fall die Übernahme des TVöD für die etwa 750 Beschäftigten der Sana Kliniken in Cham.

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Die Gewerkschaft habe nach der jüngsten Tarifauseinandersetzung zahlreiche Rückmeldungen bekommen, dass eine Vergleichbarkeit beim Lohn mit den umliegenden Krankenhäusern her müsse: „Der Druck ist groß!“ Dass Sana Cham ein hohes Defizit und die schwierige Lage allgemein als Gegenargument einbringen werde, sei klar, so Heinz Neff, doch müsse man hier die Lage des Gesamtkonzerns der Sana AG sehen – „und denen geht es gut!“