AfD-Direktkandidat zieht in den Bundestag ein – Mixl spricht von „bombastischem Ergebnis“

Von Martin Hennings · 24. Februar 2025 um 12:30

Auch im Bayerwald ist die AfD ein klarer Gewinner der Bundestagswahl. Sie holt mehr als doppelt so viele Stimmen wie 2021.

Im Landkreis Cham erreichte die Partei 29,1 Prozent der Zweitstimmen, Platz zwei hinter der CSU. Das ist ein Plus von 15,6 Prozentpunkten im Vergleich zur Wahl vor dreieinhalb Jahren. Im gesamten Wahlkreis erreichte die AfD 28,2 Prozent (plus 14,7 Prozentpunkte).

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Direktkandidat Reinhard Mixl sprach in einer ersten Stellungnahme von einem „bombastischen Ergebnis“. Der Einsatz im Wahlkampf habe sich für ihn und seine Parteifreunde gelohnt. „Die Bürger wollen einen Politikwechsel", so Mixl. Dennoch sagte er zu einer zumindest rechnerisch möglichen Koalition mit der Union: „Da bin ich dagegen, wenn wir der Juniorpartner sind. Darüber brauchen wir gar nicht diskutieren.“ Das sei aber explizit seine persönliche Meinung.

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Die AfD habe nun als nächstes Ziel, der Union Platz 1 streitig zu machen. „Mehr geht immer“, so Mixl wörtlich.

Der Direktkandidat landete mit 27 Prozent der Stimmen im Wahlkreis auf Platz zwei hinter der CSU-Bewerberin Martina Englhardt-Kopf. Für Mixl dürfte der Wahlabend lang und spannend gewesen sein. Nach eigener Aussage rechnete er zumindest am Sonntagabend damit, dass er den Einzug knapp verfehlen werde. Mittlerweile steht fest, dass Reinhard Mixl in den Bundestag einzieht.

AfD gewinnt vor allem im Lamer Winkel

In vier Kommunen wurde die AfD, die der Verfassungsschutz als rechtsextremistischen Verdachtsfall einstuft, stärkste Kraft: Arrach, Grafenwiesen, Hohenwarth und Neukirchen beim Hl. Blut. In Cham erreichte die AfD 26,6 Prozent, in Roding 30,4 Prozent, in Furth 29,5, in Bad Kötzting und in Waldmünchen 24,2 Prozent.

Die AfD hatte mit Plakaten und auf Social Media für sich geworben, aber auch mit Veranstaltungen zum Beispiel in Schwandorf (dort mit dem Europaabgeordneten Maximilan Krah), in Falkenstein und Eschlkam-Warzenried.