Trotz Schlappe: FW-Kandidat Schmid peilt Kandidatur bei der Bürgermeisterwahl in Bodenwöhr an

Die Freien Wähler (FW) waren mit großen Zielen in den Bundestagswahlkampf gestartet – sie wollten erstmals den Einzug ins Parlament schaffen. Daraus wurde nichts. Und auch Direktkandidat Fabian Schmid aus Bodenwöhr im Landkreis Schwandorf muss ein schwaches Ergebnis verkraften. Doch der jüngste unter den Bewerbern im Wahlkreis könnte schon bei der Kommunalwahl 2026 wieder eine Rolle spielen.
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Wer am Sonntagabend die Wahlparty der Freien Wählern im Brauereigasthof Jacob in Bodenwöhr besuchte, stieß auf eine eher gedämpfte Stimmung. Die nackten Zahlen konnten die Runde einfach nicht jubeln lassen.
Bei den Erststimmen konnte Fabian Schmid nur 6,4 Prozent erreichen, 2021 holte der Chamer Christian Schindler für die FW noch 9,8 Prozent im Landkreis Schwandorf. Woran hat es gelegen? „Durch den kurzen Wahlkampf hatte ich kaum eine Chance, bekannt zu werden“, versuchte der gescheiterte Kandidat Fabian Schmid eine Erklärung zu finden.
Offen für Kandidatur bei der Kommunalwahl 2026
Doch der junge Bodenwöhrer will seinen Kopf nun nicht in den Sand stecken. Im vergangenen Jahr sagte der Verwaltungsfachangestellte bereits gegenüber der MZ, dass er sich auch den Chefposten im Rathaus seiner Heimatgemeinde zutrauen würde. Amtsinhaber Georg Hoffmann (CSU) wurde bereits für die Kommunalwahl 2026 nominiert. „Wenn mich meine Partei als Bürgermeisterkandidat haben will, stehe ich gerne zur Verfügung“, wiederholte Schmid nun seine Ambitionen. Er sehe seine politische Karriere „nicht als beerdigt“ an.
Freie Wähler verlieren auch bei den Zweitstimmen
Auch beim Blick auf die Zweitstimmen waren die Vertreter der FW am Sonntagabend enttäuscht. Magere 6,9 Prozent im Landkreis Schwandorf (2021: 11,3) bedeuteten ein Minus von 4,4 Prozent. FW-Kreischef Martin Scharf war beim Blick auf die Zahlen bedient. Das starke Abschneiden der AfD schockierte den Neunburger Landtagsabgeordneten.