Vorläufig endgültiges Aus für Flabeg Automotive GmbH Germany am Standort Furth im Wald

Am Freitagmorgen waren Stimmen laut geworden, dass es bei Flabeg Automotive Germany GmbH in Furth im Wald nach der Insolvenz jetzt nicht mehr weitergeht. Jetzt meldet sich auch Insolvenzverwalter Volker Böhm von der Anwaltskanzlei Schultze & Braun dazu zu Wort.
„Im Insolvenzverfahren über Flabeg ist zu meinem Bedauern der seit Monaten andauernde Investorenprozess ergebnislos verlaufen. Kein Investor ist bereit, den Betrieb von Flabeg zu übernehmen.
Hintergrund: Das Insolvenzverfahren für Flabeg Automotive Germany in Furth im Wald wurde eröffnet
Da das Unternehmen weiterhin Verluste macht, bin ich nun aus insolvenzrechtlichen Gründen gezwungen, den Geschäftsbetrieb zeitnah einzustellen. Auch in einem Insolvenzverfahren muss ein Unternehmen zumindest kostendeckend arbeiten können, um den Betrieb fortführen zu können.
Unternehmen will jede Chance nutzen
Dazu besteht nach Lage der Dinge keine Aussicht mehr. Würde ich den Betrieb trotzdem weiterführen, würden die Gläubiger weiter geschädigt, was insolvenzrechtlich nicht zulässig ist.
Ich habe die Mitarbeiter bereits schriftlich über diese Entwicklung informiert. Zusätzlich habe ich für kommenden Dienstag zu einer Mitarbeiterversammlung eingeladen, auf der ich die Belegschaft detailliert über die Lage und die weiteren Schritte unterrichten werde.“
Weitere Informationen können demnach im Moment nicht an die Öffentlichkeit gegeben werden. Zuerst sollen die Arbeitnehmer informiert werden.
„Grundsätzlich werden wir jede Chance nutzen, um doch noch eine andere Lösung zu erreichen“, so Böhm abschließend.
Nach eigenen Angaben ist das Unternehmen ein Spezialist für Glasbearbeitung und -veredelung, vor allem für Displaygläser im Fahrzeuginnenraum. Flabeg hat bei Insolvenzeröffnung noch knapp 190 Mitarbeiter beschäftigt.