Baustelle an der Donau: Hafen errichtet neue Anlegestellen für Kreuzfahrtschiffe in Regensburg

Die Donaulände ist derzeit wieder einmal eine Baustelle. Was es damit auf sich hat, erklärt der Hafen.
Wegen der Neugestaltung des Uferbereichs inklusive Errichtung des Hochwasserschutzes sind Baustellenfahrzeuge im Abschnitt zwischen Donaumarkt und Nibelungenbrücke über Jahre zu einem gewohnten Anblick geworden. Derzeit sind sie nacheinander gleich an 14 Stellen im Einsatz.
Etwa alle 20 bis 30 Meter ist ein Loch in die Ufermauer gerissen worden, zum Wasser hin sind provisorische Holzgerüste errichtet, Absperrgitter und rot-weíße Bänder warnen vor dem Betreten.
Ertüchtigung für Saisonstart
Vom Österreicher Stadel bis zur Einmündung der Babostraße klaffen diese Lücken in der Uferbefestigung, beschriftet sind sie mit „Poller 1“ bis „Poller 14“. Wie der Hafen als Eigentümer des Areals auf Anfrage mitteilt, dient die neuerliche Baumaßnahme der Ertüchtigung der Schiffsanlegestellen. „An der Donaulände wird in neue Poller zum Festmachen für Schiffe investiert, welche die bestehenden Poller ersetzen sollen“, sagt Sprecherin Karin Moro.
Das Zeitfenster für die Umsetzung der Poller-Erneuerung ist einigermaßen eng. Denn wenn in wenigen Wochen die Saison des Flusskreuzfahrt-Tourismus wieder Fahrt aufnimmt, müssen die Anlegestellen auf ganzer Länge zugänglich sein. Die Donaulände mutiert dann zum hoch frequentierten Parkplatz, auf dem die schwimmenden Hotels bisweilen sogar in Zweierreihen nebeneinander ankern.
Derweil biegt eine zweite Baustelle in unmittelbarer Nachbarschaft demnächst auf die Zielgerade ein. Die Rede ist von der 4250 Quadratmeter großen Grünfläche mit Jugend- und Freizeitareal, die östlich der Nibelungenbrücke entsteht.
Bis in den Spätherbst hinein machten hier die Erd- und Pflasterarbeiten große Fortschritte, bald kommt das Herzstück des Jugendspielplatzes dazu: Für April hat die Stadt Lieferung und Einbau der Elemente für die Parcour-Anlage angekündigt. Sobald diese fertig ist, kann mit den abschließenden Pflanzarbeiten begonnen werden. Komplett abgeschlossen werden kann das seit mehr als einem Jahrzehnt geplant gewesene Projekt folglich Mitte des Jahres, mit der offiziellen Eröffnung rechnet die Stadt im Sommer.
Ist die Zeit der permanenten Baustellen entlang der Donaulände dann vorbei? Wohl noch nicht ganz. Was nämlich weiterhin aussteht, ist die vollständige Asphaltierung der Uferstraße. Seit Mai 2024 ist der Abschnitt zwischen dem historischen Hafenkran unterhalb der Nibelungenbrücke und der Einmündung zur Babostraße fertiggestellt – mit großem Komfort-Zugewinn für Fußgänger und Radfahrer, denn die frühere Schotterpiste hatte zahlreiche Schlaglöcher. Bei Regen wurde der Weg deshalb im Nu schlammig, während bei großer Trockenheit die Reisebusse beim Abholen der Schiffstouristen für immense Staubwolken sorgten.
Lückenschluss fehlt noch
Was jetzt noch zur endgültigen Fertigstellung fehlt, ist das letzte knapp 100 Meter lange unasphaltierte Teilstück zwischen Villapark und Hafenkran. Der Hafen hat diesen Lückenschluss offensichtlich auf dem Schirm. „Die Info dazu folgt rechtzeitig“, lautet die Auskunft.
