Per Bus zum Kreuzfahrtschiff: Uferstraße in Regensburg nimmt Gestalt an

Von Rainer Wendl · 15. April 2024 um 15:00

Bei der Großbaustelle am östlichen Regensburger Altstadtrand ist bald eine wichtige Zwischenetappe erreicht.

Die Ende 2022 erfolgte Fertigstellung des Hochwasserschutzes für den Abschnitt Ostenvorstadt/ Westhafen war der Startschuss für weitere Bauarbeiten an der Donaulände östlich der Königlichen Villa. Zunächst ertüchtigt der Hafen den unter der Nibelungenbrücke führenden Uferweg, anschließend beginnt die Stadt mit der Errichtung einer 4250 Quadratmeter großen Grünfläche inklusive eines Jugendspielplatzes mit 1700 Quadratmetern.

Die erste der beiden genannten Maßnahmen nimmt mittlerweile mehr und mehr Gestalt an. Das merken einerseits Spaziergänger, die aufgrund von baustellenbedingten Sperrungen ihre gewohnte Route ändern mussten – und das ist vor allem von der Nibelungenbrücke herab sehr gut zu sehen: Der zuvor geschotterte, von zahlreichen Schlaglöchern durchsetzte Uferweg wird zur befestigten Straße, die seitlichen Einfassungen sind bereits vorhanden.

Fertigstellung Anfang Mai

Und es wird fix weitergehen. „Geplant ist, dass die gegenwärtigen Arbeiten wie Feinplanierung, Asphaltierung und Pflasterarbeiten im Abschnitt Babostraße bis etwa Höhe Museumskranbahn bis Ende der Kalenderwoche 18 abgeschlossen sind“, sagt Karin Moro von der Unternehmenskommunikation der Bayernhafen GmbH. Die vor allem für Radfahrer attraktive neue Uferstraße wäre demnach schon bis zum ersten Mai-Wochenende fertiggestellt.

Trotz dieses schnellen Tempos gibt es eine kleine Verzögerung. Die nur ein paar Meter vom östlichen Ende der Straße entfernt liegende Strandbar 0941 Beach muss sich in diesem Jahr ein wenig gedulden. „Wir eröffnen heuer wegen der Baustelle des Hafens später. Wahrscheinlich Anfang Juni“, gibt Betreiber Peter Artmann einen Einblick in seine Terminplanung.

Auch auf dem Gelände der Strandbar führt der Hafen aktuell noch Befestigungsarbeiten durch. „Der östliche Bereich ist für die Nutzung im Umschlagsektor bestimmt“, klärt Moro über die künftige Funktion dieses Abschnitts auf. Das Areal westwärts hingegen gehört laut der Hafen-Sprecherin der Fahrgastkabinenschifffahrt, hier können künftig noch mehr Flusskreuzfahrtschiffe anlegen.

Die neue Uferstraße dient damit nicht zuletzt den Reisebussen, die Passagiere zu den schwimmenden Hotels bringen oder von dort abholen. An trockenen Sommertagen sorgten diese Transporte früher oft für riesige Staubwolken, nach der Asphaltierung gehört dieses Szenario der Vergangenheit an.

Nächster Schritt: Grünanlage

Noch ein bisschen andauern wird die Gegenwart des gesamten Gebiets als Baustelle. Denn wenn der Hafen fertig ist, wird nach einer kurzen Pause die Stadt loslegen und die Grünanlage zwischen Donau und Marina-Quartier in Angriff nehmen. Um die bereits bestehenden Bäume herum soll ein Park mit Rasen- und Pflanzflächen sowie Bänken und Liegen entstehen.

Zum Herzstück des 4250 Quadratmeter großen Naherholungsprojekts wird ein Jugendspielplatz für 13- bis 17-Jährige. Sie werden sich hier künftig mit einer Parkouranlage, Slackline, Trampolin und Hängematte die Zeit vertreiben können. Dieser seit vielen Jahren geplante Park kommt mit Verspätung, weil sich die vorgelagerte Umsetzung des Hochwasserschutzes verzögert hat.

Beim Museumskran beginnt die neue Straße.
Hier mündet der asphaltierte Uferweg in die Babostraße.