Posse um Bank in Regensburg: So lief der Luxusklo-Friedensgipfel

Wird es bald ruhig am stillen Örtchen? Seit Jahren schwelt ein Streit um Sitzgelegenheiten am sogenannten Luxusklo (Kosten: 900.000 Euro) am Schwanenplatz, nachdem die Stadt eine Bank entfernt hatte. Immer wieder sorgten Aktivisten in der Vergangenheit für Aufregung – ihr Ziel: eine neue Bank am Luxusklo. Nun haben sich Regensburg und Aktivisten zu einer Art Friedensgipfel getroffen.
Das teilte das Künstlerkollektiv Fußabdrücke am Dienstag mit. Demnach habe man sich am Mittag mit Florian Plajer getroffen, seines Zeichens Planungs- und Baureferent der Stadt. Der betonte in der vergangenen Sitzung des Stadtrates, er arbeite auf eine Deeskalation der Situation hin – daher die Einladung. Das Künstlerkollektiv sei der Einladung sofort gefolgt. Zuvor habe es einen Austausch mit Sozialarbeitern gegeben, die sich viel mit dem Thema Obdachlosigkeit beschäftigt haben.
Die Stadt hatte eine ursprünglich angeschraubte Bank im August 2023 entfernt, weil eine Obdachlose dort hauste, Müll fabrizierte sowie angeblich Passanten und Stadtmitarbeiter bepöbelte. Zudem habe sich das Kollektiv mit Regensburgern getroffen, die Ideen für das Gebäude hätte. „Diese wünschten sich einen Dialog und eine Zusammenarbeit mit der Stadt – bisherige Versuche, Kontakt aufzubauen, seien gescheitert.“
Luxusklo in Regensburg: Ort hat mehr Potenzial
Damit zum Gespräch mit Plajer. Dieses habe in einem vertraulichen Rahmen stattgefunden, schreiben die Aktivisten. Die Stadt habe keine Pressevertreter dabei haben wollen. Die Aktivisten schreiben: „Während des Gesprächs wurde der beidseitige Wunsch nach Sitzgelegenheiten für die Überdachung des Luxusklos deutlich.“
Beide Parteien seien darin einig, dass der Ort das Potenzial habe, mehr zu sein als im Moment. „Das Kollektiv verwies in diesem Zuge auf die Gruppe an Menschen, die Visionen für die Nutzung und Gestaltung des Ortes hat.“ Plajer habe betont, dass er sich einen Dialog mit dieser Gruppe wünsche, um herauszufinden, ob hier eine Zusammenarbeit zwischen Stadt und engagierten Bürgern entstehen könne. Bald wollen sich Aktivisten und Stadt wieder zu Gesprächen treffen.
Die Stadt bestätigt den Gesprächstermin. Plajer habe betont, dass der Schwanenplatz ein Ort für alle Bürger bleiben solle. Darüber hinaus habe die Verwaltung Gespräche mit ähnlichen Interessensgruppen geführt. Und weiter: „In weiteren Gesprächen sollen nun Vorschläge erörtert werden, wie die Aufenthaltsqualität vor Ort noch erhöht und der Platz belebt werden kann.“