Aktivisten und Stadt gehen aufeinander zu: Endlich Frieden im Bank-Streit am Luxusklo?

Von Philip Hell · 8. Februar 2025 um 08:00

Bisweilen wirkt der Streit um das Luxusklo am Schwanenplatz etwas bizarr. Aktivisten und Stadt Regensburg liefern sich dort seit Monaten eine Art Kleinkrieg. Nun sieht es danach aus, als ob die beiden Parteien die Friedenspfeife rauchen.

Wie berichtet, steht seit Mittwoch wieder eine städtische Bank am Schwanenplatz. Diese sei allerdings nicht von der Verwaltung aufgestellt worden, teilte die Verwaltung auf Anfrage mit. Nun ist klar, wer hinter der Aktion steckt: Das Künstlerkollektiv „Fußabdrücke“, das schon mehrfach am Luxusklo tätig geworden ist. Das bestätigte eine Sprecherin der MZ.

Bank stand zuvor ein paar Meter weiter

Die Bank stand zuvor ein paar Meter weiter. In einer E-Mail habe man die Stadt darum gebeten, die Sitzgelegenheit als Übergangslösung stehen zu lassen, sagt die Sprecherin des Kollektivs. „Eine Antwort haben wir zwar nicht erhalten, da sie immer noch da steht, gehen wir aber davon aus, dass diese Lösung für sie erst mal klar geht.“ Eine Stadt-Sprecherin teilte der MZ am Mittwoch mit, dass man die Bank vorerst nicht entfernen werde.

Schon vor knapp zwei Wochen signalisierte die Stadt Gesprächsbereitschaft mit den Aktivisten. Damals hatte das Kunst-Kollektiv sieben der acht bunten Stühle versucht zu klauen, wurde aber von einer Zivilstreife der Polizei auf frischer Tat ertappt.

„Um eine Deeskalation bemüht“

Wörtlich sagte eine Sprecherin der Stadt damals: „Das Planungs- und Baureferat bemüht sich mit dem Kunstkollektiv Fußabdrücke in Kontakt zu treten und das Gespräch zu suchen.“ Planungsreferent Florian Plajer sagte unlängst im Stadtrat, dass man um eine Deeskalation bemüht sei.

Das Kollektiv zeigt sich ebenso gesprächsbereit, sagt die Sprecherin: „Wir haben das Gesprächsangebot der Stadt dankend angenommen und warten momentan auf eine Rückmeldung zu einem konkreten Termin.“ Zugleich verspricht sie: „Bis zum Gespräch werden wir keine weiteren Aktionen machen.“ Man freue sich, dass die Stadt gemeinsam mit dem Kunst-Kollektiv Lösungsvorschläge ausarbeiten möchte. „Deswegen wären weitere Proteste unsinnig und kontraproduktiv.“