„Psychologische Unterstützung für Geflüchtete“: Tobias Mainka will für die Linke in den Bundestag

Tobias Mainka tritt für die Linke als Direktkandidat im Wahlkreis Schwandorf/Cham an. Er stammt aus Klardorf und arbeitet in Parkstein. Politische Ämter und langjährige Erfahrung kann der Newcomer bislang nicht vorweisen.
Wir haben Tobias Mainka die gleichen vier Fragen gestellt, wie seinen Mitbewerbern.
1. Wie lösen Sie das Migrationsproblem?
Die Herausforderungen in der Migrationspolitik sind systembedingt. Es braucht ein Umdenken, vor allem bei der Unterstützung der Kommunen. Der Bund muss mehr finanzielle Mittel bereitstellen, damit eine menschenwürdige Unterbringung gewährleistet ist. Entscheidend ist aber auch, dass der Fokus stärker auf Integration statt auf schnelle Abschiebungen gelegt wird.
Wer gesellschaftlich teilhaben kann, integriert sich leichter. Das bedeutet: schneller Zugang zum Arbeitsmarkt, bessere Sprachkurse und psychologische Unterstützung für Geflüchtete, die traumatische Erfahrungen gemacht haben.
2. Was tun Sie für die Wirtschaft im Landkreis und gegen die Konjunkturflaute?
Unsere Infrastruktur ist in einem schlechten Zustand und braucht dringend Investitionen. Straßen, Brücken und öffentliche Gebäude müssen saniert werden. Gleichzeitig sollten Betriebe gezielt gefördert werden, um einen sozial-ökologischen Umbau zu ermöglichen. Das bedeutet finanzielle Unterstützung für Unternehmen und mehr Mitspracherecht für Beschäftigte bei wichtigen Entscheidungen.
3. Was muss sich im Umgang zwischen Bund und Kommunen ändern?
Kommunen stehen oft vor finanziellen Engpässen, wenn es um wichtige Investitionen geht – etwa in Schulen, kommunale Krankenhäuser oder soziale Programme. Diese Bereiche dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden. Der Bund sollte daher durch eine gerechtere Steuerpolitik, wie die Einführung einer Vermögens- und Übergewinnsteuer, für eine stabile Finanzierung sorgen.
4. Welche Aktionen finden Sie für den Klimaschutz wichtig?
Der öffentliche Nahverkehr im Landkreis Cham gehört zu den schlechtesten in Bayern. Viele nutzen ihn nicht, weil sie nicht wissen, ob oder wann ein Bus oder Zug kommt. Hier braucht es dringend Verbesserungen.
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Gleichzeitig muss die Ladeinfrastruktur für E-Mobilität ausgebaut und die Industrie bei der Umstellung auf klimaneutrale Produktion unterstützt werden.
Zur Person Tobias Mainka
Persönliches: Tobias Mainka, 28 Jahre,verheiratet
Beruf: Prozessmanager bei Witron in Parkstein
Politische Ämter: Bisher keine, politisch engagiert seit 06/2024
Politische Interessen: Soziale Gerechtigkeit
Private Interessen: Musizieren in der Blaskapelle Teublitz (seit 2004), erlernen des Instruments Zither (seit 1,5 Jahren), Wandern