Management für Zwischennutzung? Regensburg befürchtet zu viel Aufwand für zu geringe Effekte

Ein Verfahren oder eine Stelle, das oder die auf Menschen zugeht, denen eine leer stehende Immobilie gehört, und auf andere, die eine Idee für diesen Raum haben: Das hätte die Brücke-Fraktion gerne in Regensburg gesehen.
Aber daraus wird nichts. Der Planungsausschuss lehnte einen entsprechenden Antrag am Dienstag ab.
Luis Fernández, der am Amt für Wirtschaft und Wissenschaft für die Wirtschaftsförderung und die Altstadt zuständig ist, erklärte während der Sitzung , dass er immer daran interessiert sei, Leerstände zu bespielen – primär mit einer langfristigen Nutzung, sekundär mit einer Zwischennutzung.
Nicht einfach umzusetzen
Allerdings seien diese Zwischennutzungen nicht ganz einfach hinzubekommen. „Meistens sind Hauseigentümer bestrebt, eine langfristige Nutzung zu finden. Kurzfristig bedeutet Aufwand. Viele sind dazu nicht bereit“, erklärte er. Versicherungen, Nebenkosten, eine Verwendung des Raums im rechtlichen Rahmen der vorherigen Nutzung – das schrecke viele ab. Weiterhin sagte Fernández, dass jemand, der Fläche zur Verfügung stellt, auch ein paar Euro dafür sehen möchte. Dazu seien Nutzende aber oft nicht bereit.
Mit Blick auf die Immobile, in der einmal die Galeria Kaufhof untergebracht war, schlug Oberbürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer (SPD) vor, den Antrag zurückzustellen, bis klar ist, was aus dem Gebäude wird – um zielgerichtet reagieren zu können.
Agentur oder Verein nötig
„Weil dann muss man tatsächlich etwas machen“, begründete sie ihren Vorstoß. Sollte die Stadt diese Immobilie tatsächlich erwerben, müsse sie sich ohnehin um eine Zwischennutzung während der Entwicklungszeit kümmern, argumentierte die OB. Dafür würden eine Agentur beauftragt oder ein Verein gegründet werden müssen.
Fraktions-Chef Thomas Thurow aber forderte, den Antrag zur Abstimmung zu bringen. Maltz-Schwarzfischer sagte, dass es für die Idee der Brücke nicht nur personelle Ressourcen bräuchte, sondern auch Software. Dieser Aufwand wäre den Effekten aber nicht angemessen. Deswegen empfehle sie nicht, dem Antrag zuzustimmen. Schließlich lehnte der Planungsausschuss den Antrag ab – gegen die Stimmen der Brücke, der Grünen und der ÖDP.