Fasching in Abensberg: Geglückte Premiere schreit nach einer Wiederholung

Von Lucia Pirkl · 20. Februar 2025 um 05:00

Die Stopsler und die Fußballer feierten zum ersten Mal gemeinsam Fasching und übertrafen damit ihre eigenen Erwartungen. Vor allem eines gefiel den Organisatoren besonders.

Graf Babo nimmt es ab jetzt selbst in die Hand: Eine verpasste 675-Jahrfeier, Scherereien um eine Brücke, die eigentlich nicht für den Verkehr freigegeben ist – Grund genug, um aufzuerstehen und es selbst zu richten. Freilich passiert nichts davon real. Zum ersten Mal präsentierten die Stopsler und die Fußballer einen gemeinsamen Sketch, und für ihre Einlagen waren sowohl der Stopslerball als auch das Fußballerkranzl in der Vergangenheit legendär.

Nun also standen sie zusammen im Rampenlicht – und das gefiel nicht nur den Gästen: „Die Fußballerjungs waren elektrisiert, das pusht einen natürlich, wenn man sich dann seinen Applaus abholt“, schildert Johann Ertl Junior im Nachgang sein Empfinden. „Es war echt top“, umreißt er den Samstagabend mit wenigen Worten. Die Premiere, die Zusammenlegung beider Traditionsfaschingsveranstaltungen, scheint also geglückt zu sein. Das empfindet auch Christian Rengstl, Abteilungsleiter Fußball beim TSV Abensberg, so: „Es war eine richtig schöne Feier. Unter den Gästen waren viele Stopsler, viele Fußballer und viel neutrales Publikum aus Abensberg. Von 18 bis 75 Jahren war querbeet alles vertreten“, so Rengstl, „es war ein perfekt schöner Ball“. Ruckzuck seien die Karten im Vorverkauf weg gewesen, der Wunsch, den Saal vollzukriegen, wurde also erfüllt. An der Abendkasse gingen dann noch weitere Karten für Stehplätze weg. Und auch die Stimmung war genau so gut, wie es sich die Fußballer und die Stopsler im Vorfeld gewünscht hatten. Die Gäste überzeugten mit witzigen und kreativen Kostümen, „das war richtig spitze“, so Ertl. Per Applaus wurden schließlich die besten Verkleidungen prämiert und eine Belohnung gab es freilich auch.

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Besonders positiv sieht es Rengstl, dass beide Vereine sowohl beim Aufbau, beim Barbetrieb, bei den Einlagen als auch beim Abbau Hand in Hand arbeiteten. „Es war wirklich ein wunderschönes Fest“, sagt Rengstl auch Tage danach noch begeistert.

Also schreit die geglückte Premiere nach einer Wiederholung? „Wenn man so eine Veranstaltung hat, gibt es keinen Grund, an der Wiederholung zu zweifeln“, so Rengstl. Ertl sieht es genauso: „Ich gehe stark davon aus, dass wir es nächstes Jahr wieder so machen.“

Bis um halb vier Uhr morgens wurde gemeinsam gefeiert.