Abensberg hat bei der Sicherheit aufgerüstet

Binnen weniger Wochen rasten Attentäter in Magdeburg und München in Menschenmengen. Die Stadt Abensberg hat jetzt mit Blick auf die beiden Faschingsgroßveranstaltungen am Unsinnigen Donnerstag und am Faschingsdienstag reagiert. In Sachen Sicherheit wird nachgerüstet.
Wenn am 4. März beim Faschingsgillamoos der kleine Faschingszug, der sich von der Bahnhofstraße zum Stadtplatz bewegt, dort vollständig angekommen ist, wird der Platz wieder für Fahrzeuge abgesperrt. Bisher geschah dies mit den bekannten rot-weißen Baken, mit denen der Platz bisher etwa auch bei Konzerten im Sommer gesperrt wurde.
Das ändert sich in diesem Jahr. Carolin Wohlgemuth, in der Stadtverwaltung Sachgebietsleiterin für das Stadtmarketing, berichtet auf Nachfrage dieser Zeitung, dass dies heuer mit im Boden verankerbaren Pfosten geschehen soll.
Sie habe sich schon seit einigen Jahren mit diesem Thema beschäftigt. Hätten doch die Baken deutliche Nachteile. Sie könnten relativ einfach zur Seite geschoben werden. Und es sei nicht unmöglich, sie mit einem Fahrzeug mit entsprechender PS-Stärke, etwa einen Lastwagen, umzufahren.
Fundamentarbeiten nötig
Die jetzt ins Auge gefasste Variante ist in ihren Augen deutlich sicherer als die Baken. Sie räumt ein, dass Vorfälle wie die Amokfahrten in Magdeburg und München die Überlegungen beeinflusst haben. Deshalb hätten sich Bürgermeister Bernhard Resch und sie entschieden, ab diesem Jahr die beschriebenen Pfosten zu verwenden.
Notwendig sei dafür, auf dem Straßenboden ein Betonfundament zu errichten, in dem dann der jeweilige Pfosten verankert werden kann. Die Arbeiten dafür sollen laut Wohlgemuth kurz vor den beiden Faschingsveranstaltungen über die Bühne gehen. Werde die Vorrichtung nicht benötigt, könne das Fundament mit einer speziellen Vorrichtung abgedeckt werden.
Auch das könnte Sie interessieren: Lichter gehen doch nicht aus
Ein Vorteil dieses Systems sei, dass die Pfosten relativ rasch wieder abmontiert werden können – etwa für den Fall, dass Einsatzfahrzeuge auf das abgesperrte Gelände müssen. In den vergangenen Monaten war in Abensberg immer wieder diskutiert worden, ob man denn nicht im Boden versenkbare Pfosten anschaffen solle. Dies hat aber letztlich der Stadtrat aus Kostengründen abgelehnt. Wohlgemuth betont, dass die jetzt gefundene Lösung günstiger sei. Nach der derzeitigen Planung sollen die Pfosten in der Dollinger Straße auf Höhe der Eisdiele und der ehemaligen Apotheke, am entgegengesetzten Ende des Stadtplatzes im Bereich der Einmündung der Weinberger Straße und in der Kirchgasse zum Einsatz kommen. Bei der Einmündung der Babostraße sollen die bereits vorhandenen Absperrpfosten ihren Dienst tun.
Außerdem werde beim Faschingsgillamoos das Personal beim Sicherheitsdienst aufgestockt. Das habe aber nichts mit Vorfällen wie dem in Magdeburg und München zu tun. Man reagiere damit auf die Erfahrungen, die man in den vergangenen Jahren beim Faschingsgillamoos in Abensberg gemacht hat.
Einlasskontrollen beim UDo
Dagegen hat sich in Sachen Sicherheitskonzept für die Party am „Unsinnigen“ am Karmelitenplatz fast nichts verändert. Der Platz wird mittels Bauzaun abgesperrt, da vom Sicherheitsdienst Einlasskontrollen durchgeführt werden. Einlass haben nur Menschen, die mindestens 16 Jahre alt sind. Alkohol darf nicht mit auf den Platz gebracht werden, Wohlgemuth kündigt intensive Taschenkontrollen an.
Entlang der Ulrichstraße sollen wieder größere Betonabsperrungen aufgebaut werden, um so zu verhindern, dass von Fahrzeuge auf den Platz gelangen. Es handle sich um Absperrhilfen, die ansonsten beim Gillamoos im September zum Einsatz kommen. Und auch die beschriebenen Absperrpfosten würden laut Wohlgemuth genutzt – und zwar für die Verbindungsstraße vom Stadt- und Karmelitenplatz.