Volkstheater Furth im Wald bringt das Stück: „Unser Xaver braucht a Wei“ auf die Bühne

Von Alexander Frimberger · 18. Februar 2025 um 11:00

Die Bretter, die die Welt bedeuten, liegen für das Further Volkstheater im März auf der Bühne im Kolpinghaus. Zehn Spieler zeigen das Stück „Unser Xaver braucht a Wei“.

Es kann gut sein, dass eingefleischten Volkstheaterfans das Stück bekannt vorkommt:

„Wir haben es vor 13 Jahren schon einmal aufgeführt“, sagt Max Schmatz, Chef der Waldbühne, zu der auch das Volkstheater gehört. Im Jahr 1992 hat Schmatz die Waldbühne gegründet. Seither hat er die Zügel fest im Griff.

Proben dreimal die Woche

Vier Jahre später hat er das Volkstheater ins Leben gerufen. Die obligatorische Corona-Pause ausgeschlossen, hat die Truppe seitdem jedes Jahr für Lacher und Schenkelklopfer beim Publikum gesorgt.

Zum Inhalt: Xaver (Daniel Brandl), der Sohn vom Huberbauern (Markus Reitmeier) und dessen Frau (Sofie Schmatz), hat es sich im Hotel Mama so richtig gemütlich gemacht.

Das Essen wird ihm auf den Tisch gestellt, die Wäsche gewaschen, der junge Mann lebt so in den Tag hinein. Er ist, man muss es so sagen, wie es ist, ein fauler Hund. Als es dem Huberbauern reicht, beschließt er, eine Frau für seinen Sohn zu finden. Mangels Praxis, wie man Frauen kennenlernt, gibt er eine Annonce in der Zeitung auf. So soll sein arbeitsscheuer Sohn endlich vom Hof und unter die Haube kommen. Der Erfolg stellt sich in ganz unterschiedlicher Ausprägung ein: Elvira (Manuela Tischner) ist eine Emanze, Christl bereits viermal geschieden und Leni (Hannah Tischner) will gar nicht heiraten, sondern ist nur neugierig.

Abwechselnd geben sich der Bauer und sein Knecht (Sepp Brandl) als die Heirater aus. Es soll erst einmal ausgelotet werden, wer die richtige Partie für Xaver ist. Nicht nur die Huberbauerin ist in der Folge verwirrt. Es kommt zu zahlreichen turbulenten Szenen. Doch zum Schluss löst sich der strengste gordische Knoten und alle sind zufrieden und glücklich. Weitere Rollen: Xavers bester Freund Josef (Philipp Voss), Bertl, der Dorfpolizist (Reinhold Kerner) und die Dorfratsch‘n Leni (Hannah Tischner).

Dreimal pro Woche probt das Ensemble, damit am 8. März bei der Premiere alles passt. „Wir liegen derzeit bei rund 70 Prozent“, schätzt Schmatz, der wie gewohnt Regie führt. Selber spielt er nicht mehr. „Dafür habe ich gar nicht mehr die Zeit.“ Die Waldbühne, die er mit großer Leidenschaft und mit nicht weniger großem Erfolg führt, ist zu einem Halbtagsjob geworden.

Das Bühnenbild für den Dreiakter ist in Eigenregie hergestellt, der Kolpingsaal mit Stühlen und Tischen ausgestattet, so dass auch eine Bewirtung möglich ist. Einen Souffleur gibt es übrigens schon das dritte Jahr nicht mehr. „Es gibt keinen, und aus“, sagt der Theatermann. Textsicherheit ist also gefragt.

Karten, je nach Sitzplatz zwischen zehn und zwölf Euro, gibt es im Moment noch für alle Aufführungen. Los geht es am Samstag, 8. März (20 Uhr). Es folgen: Freitag, 14. März, Samstage 15. und 22. März jeweils um 20 Uhr sowie Sonntag, 16. März um 19 Uhr. Karten gibt es im Theaterbüro (Mo., Mi., Fr. und Sa. von zehn bis zwölf Uhr), Tel. (0 99 73) 80 44 60.

Lebenslange Leidenschaft

Wie lang der Träger des Bundesverdienstkreuzes am Bande seiner Theaterleidenschaft noch nachgehen will, dafür kann er keinen genauen Zeitpunkt sagen: „Solange es mir Spaß macht, denn das ist das Wichtigste.“ Damit ist auch schon fast die Frage beantwortet, was er am Theater am meisten liebt: „Das Theater selbst.“

Das Volkstheater hat bereits 29 Spielzeiten hinter sich. Foto: Archiv/Gruber