Die Sanierung der Drachenhöhle in Furth im Wald geht in großen Schritten voran

Die Drachenhöhle soll zur Landesgartenschau in einem ganz neuen Gewand erstrahlen. Im Moment umgibt sie ein Gerüst. Wie es innen aussieht, zeigt Thomas Kaufmann, Fachmann für bautechnische Angelegenheiten bei der Stadt Furth im Wald.
Ein Bagger gräbt vor dem Toilettenbereich für Kanalarbeiten ein Loch. Auch ein mobiles Heizkraftwerk steht vor dem späteren Eingang.
Das, erklärt Kaufmann, läuft, solange die eigentliche Heizungsanlage noch nicht in Betrieb ist.
Förderung für Heizung
Die wird dann mit einer Wärmepumpe betrieben, die unter anderem die Fußbodenheizung zum Laufen bringen wird. Damit wird nicht etwa dauerhaft auf Zimmertemperatur geheizt. „Die Heizung dient dem Bestandsschutz, damit im Winter die Leitungen nicht einfrieren“, so der Baufachmann.
Wegen der Wärmepumpe ist die Förderung mit rund 80 Prozent für die Heizungsanlage besonders hoch (wir berichteten). Daher bekommt auch Drache Fanny, beziehungsweise, die Drachenmannschaft eine besonderes „Geschenk“. Über ihr werden an der Decke Heizplatten angebracht. Damit ist es möglich, auch im Winter Wartungs- und Reparaturarbeiten durchzuführen, ohne sich die Finger abzufrieren. Die ausgeklügelte Toilettenanlage ist schon gut zu erkennen.
Die Wände sind eingezogen und der vordere, öffentliche Bereich ist weit fortgeschritten. Zwischen diesen und den darauffolgenden nichtöffentlichen Toiletten wird noch eine Tür eingezogen. Die kann bei Großveranstaltungen in der Parkarena geöffnet werden, damit es möglichst nicht zu langen Warteschlangen kommt. Auch in diesem Bereich sind die Leitungen beispielsweise für die Urinale und die Waschbecken schon vorhanden. Die Bodenplatte musste rausgeschnitten werden. In die Vertiefung kam eine neue Bodenplatte, darauf erst eine Dämmung, dann der Estrich mit der Fußbodenheizung.
An den beiden für die Öffentlichkeit sichtbaren Seiten der Fassade steht ein Gerüst. Der Bewuchs wurde entfernt und hat ein Problem freigelegt. Im ersten Stock hat Feuchtigkeit und die ehemalige Begrünung die hölzernen Fensterstöcke angegriffen. Die müssen jetzt ausgetaucht werden „Damit haben wir eigentlich nicht gerechnet“, sagt Kaufmann. Nächster Arbeitsschritt: Die Fassade muss gesäubert werden. Dann bekommt sie einen schwarzen Anstrich. Darauf werden dann auf eben diesen beiden sichtbaren Seiten bis zum Giebel schwarze Holzlamellen angebracht. Das erklärt auch den schwarzen Anstrich: „Damit nichts durchscheint“, so der Baufachmann.
Das große zweiflügelige Tor, das als Eingang fungierte, kommt weg und wird durch ein kleineres mit Spitzbogen ersetzt. Der Zeitplan zum Stichtag 22. Mai, wenn die Landesgartenschau beginnt, wird eingehalten, ist er sicher: „Wir werden fertig.“ Dann geht es noch in das obere Stockwerk. Dort hat der Spielmannszug Grenzfähnlein seit über 30 Jahren sein Reich, das jetzt viel größer wird. Vereinsvorsitzender Andreas Roder ist gerade da und zeigt, wie groß der Bereich geworden ist. Die Dämmung ist drin, Wände und Böden sind zum Teil verkleidet. „Eine tolle Gemeinschaftsleistung unserer Mitglieder“, sagt er.
Rund 50 000 Euro und Arbeit in Eigenleistung hat man investiert. Besonders Gerhard Kastner, Markus Albrecht, Thomas Kaufmann, Ralph Multerer und Nicolas Traurig haben viel Zeit und Arbeit investiert. „Ich möchte mich aber auch für die tolle Unterstützung der Stadt, des Landkreises und Geschäftswelt in und um Furth bedanken“, sagt Roder, der sich für den Verein über weitere Spenden freuen würde.
Probebohrungen positiv
Vor der Drachenhöhle steht ein weiterer Bagger und gräbt im Bereich, wo die Parkarena stehen wird, ein Loch. Dort muss haltbarer Untergrund hin, damit der Drache, der ein sehr hohes Gewicht hat, bei Vorführungen keine Schäden am Boden verursacht. Die Probebohrungen für die Verankerungen der Dachkonstruktion sind bereits erfolgreich abgeschlossen. So kann bald mit dem Bau der spektakulären Konstruktion begonnen werden.
