Klinikum Neumarkt erneut ausgezeichnet: Neueste Techniken und Behandlungen bei Prostatakrebs

Zum wiederholten Mal ist dem Prostatakarzinomzentrum unter Leitung der Urologischen Klinik am Klinikum Neumarkt eine hohe Behandlungsqualität attestiert worden. Die strenge Prüfung des Institutes OnkoZert von der Deutschen Krebsgesellschaft führte erneut zur Verleihung des begehrten Zertifikates. Das geht aus einer Pressemeldung des Klinikums Neumarkt hervor.
Das Prostatakarzinom ist mit einem Anteil von insgesamt 26 Prozent die häufigste aller Krebserkrankungen beim Mann in Deutschland. Gleichzeitig leiden laut Robert-Koch-Institut schätzungsweise 50 Prozent der über 60-jährigen und 90 Prozent der über 80-jährigen Männer unter Symptomen einer gutartigen Prostatavergrößerung. Dementsprechend ist die Prostata das am meisten diskutierte Organ in der Urologie, wie es weiter heißt.
Patienten werden im Team behandelt
Am Klinikum Neumarkt blickt die Urologische Klinik unter der Leitung von Chefarzt Dr. Ekkehard Geist mittlerweile auf 23 Jahre in der Prostatabehandlung zurück. Bei immer neuen Forschungsergebnissen und aktualisierten Leitlinien werde im Prostatakarzinomzentrum Neumarkt in einer engen Kooperation von Urologen, Strahlentherapeuten, Pathologen und Nuklearmedizinern und je nach Notwendigkeit auch unter Mitarbeit anderer Fachabteilungen gearbeitet.
Nachdem die Klinik nun seit 2008 bereits eine fortlaufende Zertifizierung nach den Richtlinien der Iso 9001 Einrichtung erhalten hat, erfolgte nun die Qualifikation des Zentrums nach den strengen Kriterien des unabhängigen externen Instituts Onkozert der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG).
Teil der Strukturen in Neumarkt ist laut Mitteilung die Durchführung einer interdisziplinären Tumorkonferenz. Dabei bespricht ein Team aus verschiedenen Spezialisten die vorliegenden Befunde und erarbeitet daraufhin unter Berücksichtigung der neusten wissenschaftlichen Erkenntnisse und der aktuellen Leitlinien ein individuelles Behandlungskonzept.
Verbesserungen in Neumarkt durch OP-Roboter Da Vinci
Das beinhaltet zum Beispiel Operation, Bestrahlung, Chemotherapie, Hormontherapie oder ein abwartendes Regime und kann durch die Klinik oder die Behandlungspartner erfolgen. Nach Einleiten der Therapie werden die weiteren Verläufe der Patienten dann durch anonymisierte freiwillige Umfragen kontrolliert.
Dabei liegt der Schwerpunkt der Urologischen Klinik auf minimal-invasiven operativen Verfahren und wird durch das gesamte Spektrum an konservativen Therapiemöglichkeiten erweitert. Seit 2022 der Da Vinci OP-Roboter angeschafft worden ist, sind mittlerweile rund 200 Patienten damit operiert worden. Durch die Schlüssellochtechnik werden eine schnellere Wundheilung und ein kürzerer Krankenhausaufenthalt erzielt.
Auch bei der Behandlung der gutartigen Prostatavergrößerung kann die Klinik auf jahrzehntelange Erfahrung zurückblicken. Bei immer neuen Innovationen in der Behandlung dieser häufigen Erkrankung erfolgte 2022 eine moderne Ergänzung des Behandlungsspektrums am Klinikum Neumarkt: die Holmium-Laser Enukleation der Prostata. Dabei wird die Prostata über ein Instrument, das in die Harnröhre eingeführt wird, mit einem Hochleistungslaser ausgeschält und dadurch verkleinert. So können besonders große Organe nun auch endoskopisch über die Harnröhre verkleinert werden, bei denen früher eine offene Operation mit einem Unterbauchschnitt nötig gewesen wäre.