Ein Aushängeschild des 1. FC Neunburg: Handballer freuen sich auf ihr 40. Jubiläum

Dass die Neunburger Handballer feiern können, beweisen sie jedes Jahr beim Altstadtfest, beim Burgadvent und beim Weiberfasching. Heuer kommt ein weiteres Fest dazu: das 40. Jubiläum.
Im Juni 1985 war die Handballabteilung des 1. FC Neunburg ins Leben gerufen worden. Einer, der damals schon mit dabei war, ist der heutige Abteilungsleiter Fritz Weig. Er erinnert sich noch gut daran, wie es zur Gründung kam. Einige Jahre zuvor wurde am Gymnasium Oberviechtach immer am Ende jeder Sportstunde Handball gespielt, berichtet Weig, der damals einer der Schüler war. Ihr Sportlehrer sei ein Handballfan gewesen und habe ihnen die Regeln beigebracht.
In der Anfangszeit nur eine Mannschaft
Irgendwann sei dann die Idee geboren worden, eine Handballtruppe zu gründen. Nach einem Aufruf in der Zeitung kamen circa 30 Interessierte im damaligen Weißbierkeller zusammen. Für die Anwesenden war die große Resonanz ein Zeichen, dass sie die Gründung wagen könnten. Sie wollten aber keinen weiteren Verein in Neunburg aufbauen, sondern sich als zusätzliche Abteilung des 1. FC Neunburg etablieren.
Der FC habe die Handballer mit offenen Armen aufgenommen, blickt Weig zurück. Und so entstand 1985 die Handballsparte des 1. FC als jüngste von sieben Abteilungen. Mit rund 100 DM Startkapital seien die Handballer damals vom Verein ausgestattet worden, um Bälle und anderes kaufen zu können.
Mit einer Männermannschaft starteten die Handballer ihre einzigartige Geschichte. Die jungen Spieler merkten schnell, dass ihnen noch einiges fehlte, um mit den anderen Handballmannschaften mithalten zu können. Sie mussten sich einige „Klatschen“ einfangen, erinnert sich Fritz Weig, der 2007 die Leitung der Abteilung übernommen hatte.
Aufgeben wollten sie dennoch nie. Denn neben dem Spiel sei ihnen auch die Gemeinschaft wichtig gewesen. Nach den Spielen habe man immer noch zusammengesessen, erzählt Weig. Nach drei Jahren gewannen die Herren ihre ersten Spiele in der untersten Klasse. In der Folge überlegte man, einen Nachwuchsbereich aufzubauen. In einem erneuten Zeitungsaufruf wurde zum Schnuppertraining eingeladen.
Heute sind es mehr als ein Dutzend Mannschaften
„Es hat sich zum Selbstläufer entwickelt“, berichtet Weig. Neben dem Männerteam gibt es inzwischen mehr als ein Dutzend weitere Mannschaften im Erwachsenen- und Jugendbereich, bei den Herren und den Damen.
Etwa 150 aktive Spieler zählt die Handballabteilung heute. Hinzu kommen noch einmal so viele passive Mitglieder. Damit haben sich die Handballer neben den Turnern zu einer der größten Abteilungen des 1. FC entwickelt. Auch wenn sie eine Sparte des 1. FC sind, so agieren die Handballer doch relativ selbstständig. Aktuell spielen die Damen in der Bezirksliga, die Herren in der Bezirksklasse.
Es habe aufgrund von Umzügen und Spielerwechseln in der vergangenen Saison erstmals seit 40 Jahren keine Herrenmannschaft gegeben, erklärt Weig. Nachdem einige Spieler aus den Jugend- in den Erwachsenenbereich übergetreten waren, konnte für die aktuelle Saison wieder ein Herrenteam aufgestellt werden, das nun in der Bezirksklasse um Punkte kämpft. Die Mannschaft stehe momentan im Mittelfeld, sagt der langjährige Abteilungsleiter.
Abteilung setzt nur auf Spieler aus Neunburg
An ihrer Philosophie, keine Spieler einzukaufen und auch keine Trainer und Spieler zu bezahlen, halten die Neunburger nach wie vor fest. Die Handballer setzen ausschließlich auf Spieler aus Neunburg und aus dem eigenen Nachwuchs.
Neben der eigentlichen Sportabteilung gibt es auch noch einen Förderverein, der vor allem die Aktivitäten bei den Neunburger Festen absichert. Und der Förderverein wird auch das 40. Jubiläum vorbereiten, das im September begangen werden soll.
Am 6. September ist ein musikalischer Abend mit Live-Band geplant, zu dem auch alle Neunburger eingeladen sind. Auch einen sportlichen Teil würden die Handballer gern noch organisieren. Die Turnhalle sei dafür bereits reserviert worden, meint Weig. Allerdings sei dies vom Interesse anderen Mannschaften aus der Region abhängig. Deshalb sei diesbezüglich auch „noch nichts in trockenen Tüchern“.

