Diese Nachrichten wünschen sich Bürger aus dem Raum Neunburg für das Jahr 2025

Tagtäglich berichtet die MZ über Ereignisse in und Personen aus Neunburg und Umgebung. Zum Jahresanfang wagen wir mit einigen Bürgern den Blick in die Glaskugel. Sie können sich eine Nachricht wünschen, die sie in den kommenden zwölf Monaten gerne lesen würden.
Wunsch eins – Es gibt endlich eine Entscheidung zum Eisernen Steg
Immer wenn er in die Kirche oder in die Altstadt geht, muss Bernhard Dommer über den Eisernen Steg gehen. Der 65-jährige Neunburger hofft, dass die Überquerung nicht länger ein Provisorium bleibt und es 2025 endlich eine Entscheidung zum Ersatzbau gibt. Die Beschädigungen an dem Bauwerk stammen von einem Anfahrunfall im April 2020. Noch gibt es keine gerichtliche Entscheidung über eine Schadensersatzzahlung. Derweil hat die Stadt Neunburg aber mit der Regierung der Oberpfalz Gespräche über mögliche Förderungen geführt. Ein Ersatzbau sei laut Stadt nur umsetzbar, wenn die Finanzierung gesichert ist.
Wunsch zwei – Regionaler Planungsverband streicht Potenzialfläche SAD 16
Voraussichtlich im zweiten Quartal 2025 wird der Regionale Planungsverband Oberpfalz-Nord über die Einwendungen zu den vorgeschlagenen Windvorranggebieten befinden und den Entwurf des Regionalplans verabschieden. Neunburgs Bürgermeister Martin Birner (CSU), der auch Mitglied im Planungsausschuss ist, hat einen klaren Wunsch: Der Regionale Planungsverband sollte die Belange der Kommunen und der Bevölkerung berücksichtigen und die angedachte Windvorrangfläche östlich von Mitterauerbach (SAD 16) aus dem Entwurf streichen. Nicht nur die betroffenen Gemeinden Schwarzhofen und Neunburg hätten sich eindeutig gegen dieses Gebiet ausgesprochen, auch vonseiten der Bürger wurde scharfe Kritik geäußert.
Wunsch drei – Neunburger Wirtschaft bleibt auch 2025 robust
Die meisten Neunburger Unternehmen haben die bisherige Wirtschaftskrise relativ gut überstanden – ohne größeren Stellenabbau oder Werksschließungen wie andernorts. Das soll auch 2025 so bleiben, wünscht sich Simon Rosner, der sich im Gartenbauverein und bei der Kolpingsfamilie engagiert. Rosner ist selbst bei einem der größten Arbeitgeber in Neunburg beschäftigt.
Wunsch vier – Stadtrat hält an der kostenlosen Nutzung der Dreifachturnhalle für Sportvereine fest
Dass Neunburg sparen muss, ist in den vergangenen Monaten oft betont worden. Der Stadtrat hatte bereits an der einen oder anderen Kostenschraube gedreht. In den kommenden Monaten könnten noch weitere Einsparungen beschlossen werden. Dass die Dreifachturnhalle der Mittelschule von den Sportvereinen kostenlos genutzt werden kann, daran soll sich auch 2025 nichts ändern. Dies wünscht sich zumindest Fritz Weig, der Abteilungsleiter Handball des 1. FC Neunburg.
Intern wird tatsächlich über die Erhebung von Nutzungsgebühren nachgedacht. Neunburg ist eine der ganz wenigen Kommunen in der Region, die ihre Turnhalle den örtlichen Sportvereinen kostenlos zur Verfügung stellt. In anderen Städten und Gemeinden werden beispielsweise fünf Euro pro Trainingsstunde beziehungsweise Pauschalen verlangt. Sollte auch in Neunburg eine Gebührenordnung für die Turnhalle eingeführt werden, würde dies nicht ohne Folgen bleiben, befürchtet Weig. So könnte die Nachwuchsarbeit seines Vereins darunter leiden. Denn die Erhebung einer Nutzungsgebühr würde den Verein mehrere Tausend Euro im Jahr kosten, schätzt Weig. Immerhin nutzen 13 Mannschaften des Vereins, darunter elf Jugendgruppen, die Sporthalle mehrere Stunden in der Woche zum Training sowie am Wochenende für Spiele. Fast 30 Stunden pro Woche sind es laut Weig insgesamt. Müsste für jede Stunde eine Nutzungsgebühr bezahlt werden, käme pro Jahr einiges zusammen.
Bürgermeister Martin Birner ist persönlich kein Freund von Nutzungsgebühren, wie er gegenüber der MZ betont. „Aber wie sich der Stadtrat entscheidet, weiß ich nicht.“
Wunsch fünf – Weiterer Abschnitt der Staatsstraße 2040 wird saniert
Nachdem die Staatsstraße 2040 von Schwarzhofen in Richtung Neunburg in den vergangenen Monaten ausgebaut wurde, wünscht sich Alfred Wolfsteiner aus Schwarzhofen, dass das Staatliche Bauamt Amberg-Sulzbach im kommenden Jahr auch die Sanierung des Abschnitts in Richtung Zangenstein in Angriff nimmt. Ganz unrealistisch ist dies nicht, wie Schwarzhofens Bürgermeister Maximilian Beer (CSU) verrät. Im nächsten Jahr soll demnach vor Zangenstein die Brücke der Staatsstraße über die Murach ertüchtigt werden. Für die Sanierung der Staatsstraße 2040 seien schon die Planer beauftragt worden, weiß Beer.
Wunsch sechs – Der Sänger Peter Cornelius tritt im Juni in Neukirchen-Balbini auf
Seit mehr als 50 Jahren steht Peter Cornelius auf der Bühne. Mit Songs wie „Du entschuldige, i kenn’ di“, „Segel im Wind“ oder „Der Kaffee ist fertig“ begeisterte der Österreicher sein Publikum. Auch Stefanie Götz aus Neukirchen-Balbini ist ein Fan von Peter Cornelius. Seit ihrer Jugend hört sie ihn gern, erzählt die 42-Jährige. Live erlebt hat sie ihn bereits in Nürnberg und Linz. Im April 2025 steht ein Konzert in Regensburg auf dem Programm, bei dem sie ebenfalls dabei sein wird.
Doch das ist ihr noch nicht genug: Sie wünscht sich, dass Peter Cornelius im Juni auf dem Marktplatz in Neukirchen-Balbini auftritt. „Weil es dann Sommer ist“, meint Stefanie Götz mit Blick auf den Wunschtermin und fügt hinzu: „Wenn er dann Segel im Wind singt, bin ich der glücklichste Mensch.“ Auf der Webseite des Musikers finden sich noch keine Termine, die mit einem möglichen Auftritt in Neukirchen-Balbini kollidieren könnten.



