Landrat lobt Furth im Wald und die Landesgartenschau, spricht aber auch brisante Themen an

„Sie haben allen Grund, stolz zu sein“, rief Landrat Franz Löffler den knapp 400 Gästen im Tagungszentrum ATT beim Jahresempfang der Stadt zu.
Gemeint waren damit die Leistungen, die im Vorfeld der Landesgartenschau 2025 erbracht worden sind. Vom Stellenwert für Furth im Wald sei das mit der Grenzöffnung im Jahr 1990, oder der Fertigstellung des neuen Lindwurms für den Drachenstich vergleichbar. „Mein Gefühl ist, wenn es darauf ankommt, dann halten die Further zusammen“, so der Landkreischef und Bezirkstagspräsident. Die Landesgartenschau werde nicht nur Furth im Wald, sondern dem gesamten Landkreis gut tun.
Zur Überleitung auf überregionale Themen sagte Löffler: „Es sind bewegte Zeiten in Bayern, in Deutschland, und auf der ganzen Welt.“ Er wies darauf hin, dass Europa mit seinem transatlantischen Partner USA einem Drei-Mächte-Block, nämlich Russland, China und Iran gegenüberstehe. Umso wichtiger sei es, nicht über den neuen Präsidenten Donald Trump, sondern mit ihm zu reden. Schließlich könnten sich im Gespräch Synergien entwickeln, von denen auch der Landkreis profitieren kann. Für Deutschland sah er es als oberste Maxime, ab dem 23. Februar wieder eine funktionierende Regierung zu haben. Wenn aus Deutschland, der einstigen Lokomotive der Wirtschaft, das Schlusslicht geworden ist, dann sei es an der Zeit, die Rahmenbedingungen zu ändern.
Schuld an der derzeitigen Situation seinen die Lohnkosten, hohe Energiepreise und zu viel Regulierung. „Wir können das regeln, müssen aber nachdenken, wie?“ Löffler plädierte auch dafür, den Menschen wieder mehr Handlungsspielraum zu geben. Das bedeute aber auch mehr Eigenverantwortung. „Wenn wir Bürokratie abbauen, muss der Einzelne auch seinen Gestaltungsspielraum nutzen.“
Löffler warf auch einen Blick auf die aktuelle Migrationsthematik und meinte abschließend: „Ich bin guten Mutes, dass eine neue Regierung das bewältigen kann und rate dazu, auch in Zukunft an unser Land zu glauben.“