Jahresempfang mit knapp 400 Gästen aus Politik, Behörden, Kultur und Gesellschaft

Der Jahresempfang der Stadt Furth im Wald im Tagungszentrum ATT war mit knapp 400 Gästen sozusagen ausgebucht. Dem Rückblick (wir berichteten) folgte eine Talk-Runde, bei der die Drachenstadt aus verschiedenen Blickrichtungen beleuchtet wurde.
Es zeichnet den Further Jahresempfang aus, dass auch wenn ernste Themen angesprochen werden, eine gewisse Lockerheit herrscht. Das war diesmal nicht anders.
Entscheider kamen zu Wort
Nach den Ansprachen von Bürgermeister Sandro Bauer und Landrat Franz Löffler holte der Further Rathauschef nach und nach Menschen auf die Bühne, die die Stadt prägen.
Erster Gast war Sparkassenfilialdirektor Andreas Roder in seiner Funktion als Vorsitzender des Vereins Grenzfähnlein. Seit vielen Jahren nimmt der Verein erfolgreich an Meisterschaften Teil, möchte auch heuer bei den deutschen Meisterschaften in Ulm glänzen. „Woher kommt der Erfolg, obwohl du ja selbst mitspielst?“, fragte Bauer mit einem breiten Grinsen. Das sei niemals der Verdienst einer Person, sondern eine Gemeinschaftsarbeit vieler aktiver Mitglieder. „Man muss sich immer wieder Ziele setzen und schauen, wie man sie verwirklichen kann.“ Mit Blick auf die deutschen Meisterschaften hofft er darauf, den Titel verteidigen zu können.
Bauer wies im Anschluss auf die Wichtigkeit des Ehrenamtes im Allgemeinen und des Feuerwehrwesens im Besonderen hin. Zahlreiche Gründungsfeste standen oder stehen an. Zum Beispiel das der Feuerwehr Lixenried, die 2025 150 Jahre besteht. Festleiter und Vorstand Christoph Hofmann erklärte dazu, wie es zum Dreh eines Filmes kam, dessen Trailer derzeit im Netz viral geht. „Wir haben einfach einen Weg gesucht, wie wir auf unser Fest aufmerksam machen können.“ Generell vertrat er die Meinung, dass Dorffeuerwehren in Zeiten von sterbender Wirtshauskultur eine wichtige gesellschaftliche Funktion erfüllen.
Für die Wirtschaft sprach Franz Kreuzer, der mit seinem Unternehmen Kreuzerhof Nudeln in vielen Variationen herstellt. Er sprach von einer guten Entscheidung, mit seinem Unternehmen in Furth geblieben zu sein. Wie zuvor Hofmann betonte er die tatkräftige Unterstützung der Stadt. „Trotz der derzeitigen allgemeinen wirtschaftlichen Lage sind unsere Auftragsbücher gut gefüllt.“ Man müsse im Markt immer wieder innovativ sein, um gegen die großen Mitanbieter zu bestehen. Deswegen hat das Unternehmen schon 2006 begonnen, LowCarb-Nudeln herzustellen. Der Kreuzerhof produziert außerdem Nudeln in Auftragsarbeit. Geplant ist derzeit eine Landesgartenschaunudel. „Vielleicht gibt es ja auch mal eine Nudel als Drache“, schlug Bauer vor.
Ein junges Unternehmen ist das Design-Café kuL, das Benjamin Wanninger und Tibor Strigac in Furth eröffnet haben und damit die ohnehin bunte Gastrowelt in Furth noch ergänzen. „Euer Konzept würde man einer kleinen Stadt gar nicht zutrauen “, sagte Bauer, zu den beiden Inhabern, die von Wien in die Oberpfalz gekommen sind. „Wir haben einfach das gemacht, was uns selber gefällt“, sagte Wanninger. Das sei eben Gastronomie und Design. Deswegen gibt es im kuL neben Weißwein, Kaffee und Co. auch einen Verkauf von Designobjekten.
Schließlich nahm mit Claudia Knoll noch die neue Geschäftsführerin der Landesgartenschau 2025 auf der Bühne Platz. Ihr gefällt, das habe sie beim Drachenstich erfahren, dass sich die Stadt selbst feiert und einen so großen Gemeinschaftssinn hat. „Das hat mich sehr beeindruckt.“
Eine Träne in jedem Auge
Mit Blick auf das Gartenschaujahr sah sie die Besonderheit darin, dass alles auf ganz kleinem Raum in der Stadt stattfinde. Auf die Frage, was sie sich für den Abschlusstag am 5. Oktober wünsche, antwortete sie: „Eine Träne in jedem Auge.“



















