Warten hat ein Ende: Rodinger Briefwähler bekommen ihre Unterlagen für die Bundestagswahl

Die Nachfragen von Bürgern, die bisher vergeblich auf die beantragten Briefwahlunterlagen für die Bundestagswahl am Sonntag, 23. Februar, gewartet hatten, haben sich schon gehäuft, berichtet Josef Köppl, Wahlleiter der Stadt Roding. Nun kann er aber Entwarnung geben: „Die Unterlagen sind am Donnerstag im Rathaus eingetroffen, wir haben auch bereits alle angeorderten verschickt“, ist er erleichtert, dass alle Fristen nun eingehalten werden können.
Die verkürzte Vorbereitungszeit im Vergleich zu anderen Wahlen habe auch die Druckereien vor Probleme gestellt, berichtet Köppl. So wurden in der Folge auch die Kommunen bei den Wahlzetteln vertröstet, letztlich sei aber alles machbar gewesen. „Bei einem noch früheren Termin, wie er anfangs auch im Gespräch war, hätte das aber wahrscheinlich anders ausgesehen“, so der erfahrene Wahlleiter.
Rund 9300 Wahlberechtigte
9309 Bürger im Stadtgebiet wurden mit der Wahlbenachrichtigung angeschrieben, sagt Köppl. Kurz darauf gingen schon die ersten Anträge auf Zusendung der Briefwahl-Unterlagen ein. Etwa 3700 Anträge waren es am Freitag insgesamt, „über das Wochenende werden wir wohl auf rund 4000 kommen“, schätzt der Wahlleiter.
War das Interesse gleich zu Beginn sehr hoch, ist es mittlerweile etwas abgeflaut. Dies könnte auch damit zusammenhängen, dass die Bürger aufgefordert wurden, aufgrund der verkürzten Fristen nicht lange zu warten, um die Unterlagen zu beantragen, glaubt Köppl.
Bei den letzten Wahlen gab es im Stadtgebiet etwa 4800 Briefwähler, ob es dieses Mal mehr werden, kann der Wahlleiter noch nicht abschätzen. Bestellt hat er sicherheitshalber 6000 der dieses Mal relativ kleinen Stimmzettel mit 17 Parteien: „Lieber bleiben welche übrig, als das wir nicht genügend hätten. Das ginge gar nicht.“
QR-Code sehr beliebt
Ein klarer Trend ist sichtbar, berichtet er: Sehr viele Bürger beantragen die Unterlagen mittels QR-Code. Von den 3700 Anträgen die vorliegen, wurden rund 2000 auf diese Art angefordert, weiß Köppl anhand der Unterlagen.
Da die Briefwahlunterlagen etwas auf sich haben warten lassen, wurde im Rodinger Bürgeramt vorgearbeitet. „Wir haben überlegt, was wir sinnvoll machen können“, erzählt Köppl. So wurden die Unterlagen zum Verschicken bereits so vorbereitet, dass nur noch die Stimmzettel eingelegt werden mussten. „Wir haben quasi das Archiv belagert, weil wir auch Platz brauchten“, erzählt Köppl mit einem Schmunzeln. Der Aufwand hat sich gelohnt: Am Donnerstag konnten schon um die 2000 Unterlagen verschicken werden, der Rest ging dann am Freitag raus, berichtet der Wahlleiter, der sein Team für die sehr gute Arbeit lobt: „Da hat sich jeder reingehängt.“
Nächste Woche dürfte dann der Postkasten der Stadt überquellen, wenn die ersten ausgefüllten Briefwahl-Unterlagen zurückkommen. Es ist dieses Mal auch möglich, die Briefwahl-Unterlagen direkt im Rathaus abzuholen und auch auszufüllen, eine Wahlkabine und Urne stehen im Erdgeschoss bereit. „Wer will, kann das auch so erledigen“, sagt Köppl.
Weiterhin möglich sei natürlich auch der Gang in Wahllokale. Zwölf davon wird es wieder verteilt über das Rodinger Stadtgebiet geben. „Es gibt keine Änderungen bei den Einteilungen oder den Lokalitäten, alles wie gewohnt“, informiert Köppl.
Für den Wahlabend selbst rechnet er mit keinen großen Schwierigkeiten. „Man muss vorher schauen, dass bei den Wahllokalen alles da ist und die Helfer eingeteilt sind, aber normalerweise läuft das rund“, spricht er aus Erfahrung.
152 Wahlhelfer im Einsatz
Sehr gut sei dabei, dass ein großer Pool aus Wahlhelfern aufgebaut worden ist, von denen dieses Mal auch nur sehr wenige abgesagt hätten. 152 Wahlhelfer werden am 23. Februar insgesamt im Einsatz sein, vor Ort in den Wahllokalen oder im Rathaus, etwa beim Auszählen. Eine Bundestagswahl erfordere dabei nicht den Aufwand und die Menge an Wahlhelfern wie eine Kommunalwahl mit dem weit komplizierten Auszählverfahren.
Was Köppl in diesem Jahr besonders freut: Es haben sich einige junge Menschen gemeldet, die freiwillig als Wahlhelfer mitarbeiten wollen. „Es ist schön, dass das Interesse bei der jungen Generation vorhanden ist und sie sich engagieren wollen“, lobt der Wahlleiter.
Die Wahllokale
Zwölf Urnen-Lokale, vier Briefwahlbezirke: Insgesamt weiterhin zwölf Urnen-Wahllokale sowie vier Briefwahlbezirke wird es bei den Bundestagswahlen geben – keine Veränderung, wie Wahlleiter Josef Köppl informiert.
Roding 1 (Straßennamen, die mit den Buchstaben A oder B beginnen): Grund- und Mittelschule, Pausenhalle (Adolph-Kolping-Straße 17)
Roding 2 (Straßennamen, die mit C bis K beginnen): Grund- und Mittelschule, Mensa (Adolph-Kolping-Straße 17)
Roding 3 (Straßennamen, die mit L bis R beginnen): Haus der Pfarrgemeinde (Paradeplatz 1)
Roding 4 (Straßennamen, die mit S bis Z beginnen plus Gemeindeteile, die schon vor der Gebietsreform zum Rodinger Stadtgebiet gekommen sind): Kulturhaus Fronfeste (Königspergerstraße 5)
Altenkreith (Altgemeinde Altenkreith): Feuerwehrhaus (Mitterdorfer Straße 67)
Fronau (Altgemeinde Fronau): Schützenheim (Bruckstraße 9)
Mitterdorf (Altgemeinde Mitterdorf): Grundschule (Bürgermeister-Bräu-Straße 5)
Neubäu am See (Altgemeinde Neubäu am See): Schulhaus (Schulangerweg 12
Obertrübenbach (Altgemeinde Obertrübenbach): Schulhaus (Rechenmacherweg 4)
Strahlfeld (Altgemeinde Strahlfeld): Turnhalle (Hofmarkstraße 20)
Trasching (Altgemeinde Trasching): Jugendheim Trasching (Hammerbergstraße 8)
Wetterfeld (Altgemeinde Wetterfeld): Gasthaus Brey (Wirtsgasse 1)
A3-Fälle: Rathaus (Schulstraße 15)