Das erste Angebot trifft auf Ablehnung der Mitarbeiter: Zu wenig Plus in der Lohntüte

Nur eine kurze Pause blieb, seit sich die Tarifkommission von Verdi und die Sana-Geschäftsführung Mitte 2024 am Verhandlungstisch gegenübersaßen. Da der Tarifvertrag nur bis Ende 2024 galt, geht es nun weiter. Und das erste Angebot nach dem Auftakt der Tarifverhandlungen liegt auf dem Tisch und ist von Verdi und den Sana-Mitarbeitern am Dienstag als zu mager abgelehnt worden.
Die Sana-Verhandler mit Moritz Ecke, dem Sana-Leiter für Vertragstarifwesen, und Dr. Thomas Koch haben den Beschäftigten im Landkreis Cham 2,5 Prozent mehr Lohn ab 1. Juli 2025, eine steuerfreie Einmalzahlung von 500 Euro und eine zu versteuernde Einmalzahlung von nochmals 500 Euro.
Obendrauf wollte die Leitung der Kliniken des Landkreises Cham noch eine betriebliche Krankenzusatzversicherung legen. Die Laufzeit des neuen Haustarifvertrags sollte nach dem Sana-Angebot zudem nur bis Ende dieses Jahres gehen. Die Tarifkommission von Verdi und dem Sana-Betriebsrat unter Vorsitz von Heinz Neff und Martin Schmalzbauer vom Verdi-Landesbezirk Bayern forderten dagegen – wie auch 2024 – den Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD) für die Sana-Kliniken des Landkreises Cham anzuwenden oder sich dem zumindest weitgehend anzunähern.
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Es sei klar, dass die Chamer Sana-Beschäftigten dieselbe Entlohnung verdienen würden, wie die Beschäftigten der Kliniken in den Nachbarlandkreisen, so Verdi. In den Chamer Kliniken selbst seien Mieter, deren Beschäftigte den TVöD bekämen – nur eben die Sana-Mitarbeiter nicht. Es bedürfe einer angemessenen Bezahlung, um das Bestandspersonal zu halten und neues Personal anzuwerben. In der Versammlung sprachen sich die Verdi-Mitglieder in den Sana-Kliniken für einen Warnstreik aus, um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen.
Dafür sei die Unterstützung aller Beschäftigten gefragt, hob Verdi hervor und forderte die Belegschaft auf, sich aktiv bei den Vorbereitungen für den Warnstreik zu beteiligen und sich über das Streikrecht zu informieren. „Die Motivation zu Streik zeigt sich wieder sehr hoch, gerade in Anbetracht des übersichtlichen Angebots der Arbeitgeberseite“, so Heinz Neff.