Münchner Straße: Supermarkt statt Autohaus?

Netz ausgedünnt: Das Mercedes-Benz-Autohaus Astaller hat sich aus Abensberg nach Schierling zurückgezogen. An der Stelle des Autohauses soll aber etwas Neues entstehen.
Das Autohaus Astaller hat sich aus Abensberg zurückgezogen. So mancher mag sich gefragt haben, warum es so ruhig geworden ist um das Mercedes-Benz-Autohaus in der Münchner Straße. „Daimler ist interessiert daran, das die Standards gehalten werden, dass die Autohäuser eine gewisse Mindestgröße haben“, so Inhaber Andreas Astaller über die Gründe.
Seit 2016 war Autohaus Astaller GmbH in Abensberg auf dem Gelände des ehemaligen Autohauses Reitmeier die Anlaufstelle für Mercedesfahrer und alle, die es werden wollten. Nun wurde die Filiale in Abensberg geschlossen. In Schierling hatte man bereits 2020 gebaut, mit einer Fläche von 22.000 Quadratmetern ist das Autohaus dort viel größer als das in Abensberg. In Abensberg betrug die Fläche 8000 Quadratmeter. Die Mercedes Benz Group möchte das Netz der Autohäuser ausdünnen, die Autohäuser sollen nicht mehr nur 20 Kilometer voneinander entfernt sein, sondern 40 Kilometer. „Daimler misst die Kundenströme“, so Astaller, „und demnach würden 65 Prozent der Kunden bei einem Umzug mitgehen“.
Nicht ganz so hoch ist die Quote der Mitarbeiter, die nach Schierling mit umgezogen sind, „knapp die Hälfte hat den Schritt mit uns gemacht“, so Astaller. In Abensberg arbeiteten 26 Mitarbeiter, in Schierling sind es 70.
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Schon vor eineinhalb Jahren hatte Astaller sein Autohaus in Rottenburg an der Laaber geschlossen und die Kunden in Schierling gebündelt. 2016 hatte Astaller auch eine Filiale in Kelheim eröffnet, aber sie ein Jahr später wieder geschlossen. Auf dem Areal stehen nun 77 Wohneinheiten.
Auch zum Grundstück in Abensberg gibt es schon Pläne: „Geplant ist ein Lebensmittelmarkt“, so Astaller. Vor einem Jahr sei dies schon einmal im Stadtrat behandelt worden. Noch befinde man sich in der Planungsphase, Astaller hofft aber, dass in einem Jahr, sofern der vorhabensbezogene Bebauungsplan in trockenen Tüchern sei, mit dem Bau begonnen werden kann. Bei der nächsten Stadtratssitzung soll das Thema besprochen werden, so Bürgermeister Bernhard Resch.
Noch will Astaller nicht verraten, um welchen Supermarkt es sich handeln wird. „Das steht noch nicht ganz fest, aber es ist schon sehr stark eingekreist“, so Astaller.