Kein Zutritt für die Stadt: Anwalt lässt Besichtigungstermin für Ex-Kaufhof am Neupfarrplatz platzen

Wann kommt endlich Bewegung in die Causa Kaufhof? Am Freitag hätte die Stadt eigentlich einen Termin am Regensburger Neupfarrplatz gehabt, um das Gebäude zu besichtigen. Doch es kam anders.
Nach wie vor gibt es keinen direkten Kontakt zu den Käufern des Objekts im Herzen Regensburgs, das bestätigte Stadt-Sprecherin Juliane von Roenne-Styra auf Anfrage. Anfang Januar hatte ein Sprecher der neuen Eigentümer auf MZ-Anfrage die Pläne für das Gebäude präsentiert: Dort soll ein islamisches Kultur- und Einkaufszentrum entstehen. Das Vorhaben sorgte für Aufsehen.
Investoren-Pläne für Regensburger Kaufhof: Debatte in der Stadt
Seither ist eine intensive Debatte rund um das Gebäude entbrannt – diese dreht sich vor allem um die Frage, ob die Stadt ein Vorkaufsrecht hat und ob sie dieses ziehen soll.
Die Verwaltung versucht seit Wochen, Kontakt zu den Investoren aufzunehmen. Zwischenzeitlich hat sich ein Anwalt bei der Stadt gemeldet. Er vertritt laut Sprecherin von Roenne-Styra die Verkäuferseite, also die Kaufhof Regensburg GmbH. Der Jurist ersuchte die Stadt darum, künftig ausschließlich mit ihm zu korrespondieren.
Kaufhof in Regensburg: Anwalt lässt Termin platzen
Eigentlich sei der Stadt für Freitag ein Besichtigungstermin für das ehemalige Kaufhofgebäude in Aussicht gestellt worden. Dem schob der Anwalt allerdings einen Riegel vor: Er sagte den Termin ab. Hintergründe dazu wurden zunächst nicht bekannt.
Im Rahmen der Vorkaufsrecht-Debatte ist es für die Stadt allerdings unerlässlich, das Gebäude genauer unter die Lupe zu nehmen. Das betonte auch Oberbürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer kürzlich in einem großen MZ-Interview. Der Kaufhof-Komplex beschäftigt indes auch die Stadtpolitik. Am Donnerstag wird sich der Stadtrat mit der Thematik befassen. Bleibt abzuwarten, ob dann Bewegung in den Komplex kommt.