Es steigt erneut eine Demo für das Krankenhaus in Mainburg

Von Wolfgang Abeltshauser · 23. Januar 2025 um 15:00

Erneut wollen Menschen in Mainburg (Landkreis Kelheim) für den Erhalt des Krankenhauses demonstrieren. Die Veranstalter erwarten am Samstag bis zu 5000 Teilnehmer. An diesem Tag wird auch CSU-Spitzenkandidat für die Bundestagswahl Alexander Dobrindt in der Stadt erwartet. Ein Gespräch mit ihm ist das Ziel.

Es sei laut Organisator Werner Hampel ganz klar, dass man am Rande des Neujahrsempfangs der Mainburger CSU am Samstag mit dem Landesgruppenchef der CSU im Bundestag Kontakt finden will. Man wolle dort auf alle Fälle präsent sein. „Die gesamte Bevölkerung ist ja beim Empfang im Autohaus Köhler eingeladen, also werden wir kommen.“ Hampel macht gegenüber dieser Zeitung deutlich: Sollte das Gespräch nicht zustande kommen, wolle man lautstark eine Stellungnahme des CSU-Landesgruppenchefs einfordern.

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Er ist guter Dinge, dass es die bei den Behörden angemeldeten 3000 bis 5000 Teilnehmer auch werden. Man habe Plakate im ganzen Landkreis verteilt, mittlerweile habe er über Social Media Kontakt zu 12.000 Menschen. Hampel geht davon aus, dass es die größte Protestaktion wird, die es je in Mainburg gegeben hat. Im Februar 2024 gab es schon einmal eine Demonstration in Mainburg zum Erhalt des Krankenhauses, bei der rund 3000 Teilnehmer gezählt wurden.

Segen vom Stadtpfarrer

Am Volksfestplatz wird zunächst gegen 10.30 Uhr Mainburgs Stadtpfarrer Josef Paulus die Veranstaltung segnen, danach spricht Hampel. Auch ein Vertreter der Initiative zum Erhalt des Krankenhauses soll sprechen. Dort ist Hampel noch gar nicht Mitglied. Der Besuch Dobrindts habe ihn auf die Idee gebracht, eine Demo zu organisieren. Als Mainburger Unternehmer sei für ihn das drohende Ende des Krankenhauses ein wichtiges Thema. So nahm er Kontakt mit der Initiative auf – und habe sogleich auch die Organisation für die Demo übernommen.

Im Anschluss an die Reden soll sich um etwa 11.15 Uhr ein Protestmarsch formieren, der laut Plan am Krankenhaus vorbeizieht und über die Bogenberger Straße Richtung Griesplatz führt. Über die Abensbrücke geht es s zum Volksfestgelände auf der Schöllwiese – dort endet die Veranstaltung.

Ab 13.15 Uhr findet dann bei Auto Köhler eine weitere Versammlung statt, bei der lautstark eine Stellungnahme von Alexander Dobrindt, Vorsitzender der CSU-Landesgruppe im Deutschen Bundestag, eingefordert werden soll. Dieser sei auch zu einem Austausch mit den Demonstranten bereit, teilte das Büro der Landtagsabgeordneten Petra Högl (CSU) am Donnerstag unserer Zeitung mit. Dobrindt wolle bei seiner Ankunft gegen 13 Uhr, vor Beginn des Neujahrsempfangs, mit Demo-Organisator Hampel sprechen. Auch habe man Hampel angeboten, dass er eine Resolution an Dobrindt überreichen könne. Man bitte aber um Verständnis, dass dieser Austausch nicht allzu lange dauern könne, da Dobrindts Zeitplan eng getaktet sei. Nach dem Neujahrsempfang in Mainburg müsse er pünktlich zu Terminen in Regensburg und Schwandorf weiter. Laut dem Büro Högl wolle man am heutigen Freitag noch einmal auf Hampel zugehen.

Spenden werden gesammelt

Die Resonanz bei der Bevölkerung sei wie gesagt groß. Eine Rückstufung der Klinik in eine „sektorenübergreifende Einrichtung“ werde nicht akzeptiert. Um den Protest zu unterstützen, wurden 1000 „Krankenhausretter“-Ansteckbuttons gedruckt, die ab 10 Uhr bei den Veranstaltern gegen eine Spende erhältlich sind. Darüber hinaus steuerte nach Hampels Worten ein anonymer Spender zusätzliche Mittel bei. Mit den Spendengeldern soll ein Teil der Kosten gedeckt und Geld für weitere Aktionen eingenommen werden.

„Die Veranstalter rufen eindringlich zu einem friedlichen Verlauf auf, um ein klares Signal gegen die derzeitige Krankenhauspolitik zu setzen und den Erhalt des Krankenhauses zu sichern“, steht in einer schriftlichen Presseerklärung der Veranstalter.

Zur Einreichung von Erfahrungsberichten, in denen das Krankenhaus in letzter Minute das Leben von Bürgern gerettet hatte, wurde laut Hampel auf der Homepage der Initiative ein Formular eingerichtet, auf dem die Bürger ihre Erfahrungen mitteilen können. Die Adresse der Internetseite lautet https://krankenhaus-mainburg.notion.site.