3000 demonstrieren in Mainburg für das Krankenhaus

Von Wolfgang Abeltshauser · 28. Februar 2024 um 20:17

3000 Menschen demonstrierten am Mittwochabend in der Mainburger Innenstadt für den Erhalt des Krankenhauses in der jetzigen Form. Redner aus Wirtschaft und Medizin forderten sie bei der Kundgebung dazu auf, in ihrem Protest nicht nachzulassen.

Gegen 17.30 Uhr gingen Organisatoren und Polizei noch von 1500 Teilnehmern aus. 45 Minuten später sah das anders aus, auch weil sich dem Zug von der Schöllwiese über die Bahnhofstraße zum Griesplatz noch viele Menschen anschlossen. Die Polizei sprach schließlich von 3000 Teilnehmern. Auf dem Griesplatz sollte die Kundgebung steigen – vor der Stadthalle, in der um 19 Uhr eine Infoveranstaltung zum Thema startete.

Zwei „volle Erfolge“

Kurzfristig einigte man sich aber laut Polizei darauf, die Kundgebung am Startpunkt des Zuges ablaufen zu lassen. Darauf war man aber vorbereitet, denn an beiden Orten war ein Rednerpult mit Tonanlage vorbereitet. Organisiert hatte die Demonstration die Initiative „Rettet das Krankenhaus Mainburg.“

Sehen sie einen Liveticker vom Abend in Mainburg.

Für die war nicht nur die Veranstaltung ein voller Erfolg, den man so nicht erwartet habe. Mitinitiatorin Anette Setzensack, teilte bei der Kundgebung mit, dass die Petition für die Klinik mittlerweile 25000 Menschen unterschrieben hätten. Zu den Organisatoren gehörte Reiner Gastner. Er arbeitet seit 25 Jahren im Rettungsdienst. „Ich kann es mit meinem Gewissen nicht vereinbaren, wenn die Klinik in der jetzigen Form verschwindet“, beschrieb er seine Motivation. In dem Krankenhaus seien viele Menschenleben gerettet worden.

Prominente Unterstützer

Harald Filary marschierte mit, weil er die Klinik benötige. „Ich bin krank, und es kann sein, dass mich meine Frau mitten in der Nacht ins Krankenhaus fahren muss.“ Da sei er auf eine Klinik in der Nähe angewiesen.

Am Rednerpult setzten sich unter anderem der ehemalige Aufsichtsratschef der Firma Wolf, Alfred Gaffal, und der frühere Chefarzt der Klinik, Heinrich Rossmann, für deren Erhalt ein.

Am Ende waren es viel mehr Menschen, als sich das die Organisatoren vorgestellt hatten.
Sie trommelten ihren Ärger nur so heraus.