Pläne für ein neues Hotel in Kelheim: Das ist bislang bekannt

Von Beate Weigert · 22. Januar 2025 um 05:00

61 Betten in zwei Gebäuden: Im Norden von Kelheim soll ein weiterer Beherbergungsbetrieb entstehen.

Vor 35 Jahren entstand das Gebiet „Am Kastlacker“ im Kelheimer Norden. Inzwischen gibt es dort vom Blockheizkraftwerk der Stadtwerke über einen Autohändler, eine PV-Firma, ein Sanitätshaus bis hin zu einer Schnapsbrennerei und Kaffeerösterei unterschiedlichste Gewerbebetriebe. An der Ecke Starenstraße/Am Kastlacker könnte demnächst ein Beherbergungs-Betrieb dazukommen.

36 Zimmer sollen entstehen

Darüber gab der Antrag für den Neubau eines Hotels im Bauausschuss am Montagnachmittag Aufschluss. Laut Sitzungsunterlage sollen zwei Gebäude in Modulbauweise entstehen. Angedacht sind wohl 36 Zimmer mit 61 Betten. Obenauf soll das Pultdach der Gebäude komplett mit einer PV-Modulen bestückt werden.

Der Stellplatzbedarf berechnet sich nach der städtischen Satzung. Pro zwei Betten sei ein Stellplatz nötig, hieß es. Dementsprechend brauche es bei 61 Betten 31 Parkplätze für die Hotelgäste.

Bürgermeister Christian Schweiger übergab bei dem Tagesordnungspunkt die Sitzungsleitung an 2. Bürgermeister Dennis Diermeier wegen persönlicher Betroffenheit.

Es gehe um ein Grundstück, dass sich in seinem Besitz befinde, sagte Schweiger im Bauausschuss. Konkret handelt es sich um das Areal direkt an der Kreuzung Starenstraße/Am Kastlacker. Dort, wo sich aktuell eine SB-Waschanlage für Autos befindet.

Er selbst plane nicht, das Hotel zu realisieren, sagte Schweiger am Dienstag auf unsere Nachfrage. Der Bauherr, der den Antrag eingereicht habe, stamme aus dem Freistaat und betreibe bereits anderswo Beherbergungsbetriebe. Angedacht seien Gebäude in Holzbauweise. Zu weiteren Details müsse man den Antragsteller fragen.

Bezug zu anderen Vorhaben?

Grünen-Stadtrat Christian Rank fragte in der Sitzung, ob die 2024 beantragte Aufstockung der Kaffeerösterei und die Pläne für ein Café in direktem Zusammenhang mit den Hotel-Plänen stünden, was Stadtbaumeisterin Andrea Rieger verneinte. Es handle sich, um zwei getrennte Vorhaben. Auch notwendige Parkplätze seien überall genügend vorhanden. Überhaupt sei „baurechtlich, das eine vom anderen getrennt“.

Am Ende signalisierte der Bauausschuss einhellig grünes Licht für den Hotel-Bauantrag. Zu den Plänen bei der Kaffeerösterei, die aufgestockt werden soll, um Platz für Weiteres zu haben, und ein Café in der Kaffeerösterei, sagt Privatmann Schweiger, dass die Bauarbeiten 2025 starten sollen.

1989 sei das Gebäude der Familie (Schuhfabrik) das erste am Kastlacker gewesen. Zu der Zeit habe auch die Nordumgehung der Stadt noch nicht so wie heute existiert, sondern nur vom Krankenhaus bis zur Abzweigung Starenstraße.

Nachverdichtung in Kelheimwinzer

Des Weiteren fanden sich auf der Tagesordnung einige private Hausbau- oder Garagenvorhaben. Unter anderem gab es ebenfalls das gemeindliche Einvernehmen für einen Antrag auf Vorbescheid für ein Einfamilienhaus an der Prälat-Meindl-Straße in Kelheimwinzer. In der Nähe des Friedhofs will ein Häuslebauer im rückwärtigen Teil eines Anwesens bauen. Dafür soll das Grundstück geteilt werden. Aus Sicht der Stadt handelt es sich bei dem Plan um „klassische Nachverdichtung“, die willkommen sei.

Grünen-Stadtrat Christian Rank wollte wissen, ob die Aufstockung der Kaffeerösterei und die Pläne für ein Café mit dem Hotelbau zu tun haben. Foto: Beate Weigert