Gault Millau krönt Spitzenköche: In der Oberpfalz gibt es eine Beurteilung, die Fragen aufwirft

Die Besten der Besten bleiben in der Oberpfalz Anton Schmaus (Restaurant „Storstad“), Sebastian Obendorfer („Eisvogel“) und Maximilian Schmidt („Roter Hahn“). Sie ergattern jeweils drei Hauben. Doch was bedeutet eine Entscheidung der Tester für das „Hio Fine Dining“ in Hilzhofen (Gemeinde Pilsach, Landkreis Neumarkt)?
Der Gault Millau hat seine Haubenrestaurants gekürt. In der Oberpfalz und im Landkreis Kelheim gibt es in diesem Jahr aber keine Überraschungen. Das Regensburger Restaurant „Storstad“ von Küchenchef Anton Schmaus bleibt mit drei Hauben der roten Kategorie die bestbewertete Adresse in der Region. Mit drei schwarzen Hauben rangieren Obendorfers „Eisvogel“ in Neunburg vorm Wald mit Küchenchef Sebastian Obendorfer, der „Rote Hahn“ in Regensburg mit Küchenchef Maximilian Schmidt und das Restaurant „Kuhlemann“, in der Adrian Kuhlemann zaubert, in Neustadt/Waldnaab knapp dahinter. Im Hio Fine Dining in Hilzhofen wird die Betreiberfamilie Meier von einer Entscheidung der Tester überrascht.
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Seit 2022 hat der Restaurantführer sein Punktesystem abgelöst. Bis zu fünf Hauben können die Spitzenköche nun erreichen. Die Hauben werden zudem in rote und schwarze Kategorie eingeteilt. Rot steht dabei für eine herausragende Leistung in der jeweiligen Hauben-Klasse.
Bestes Restaurant in Bayern: Das „Jan“ in München
Das einzige mit fünf roten Hauben ausgezeichnete Restaurant in Bayern ist Aufsteiger Jan Hartwig mit seinem „Jan“ in München. Bundesweit sind fünf Restaurants in dieser höchsten Kategorie gelistet. Zehn Restaurants führt der Gault Millau in der Kategorie fünf Hauben schwarz auf. Darunter bekannte Namen wie Tim Raue und Kevin Fehling. Zwei verwöhnen ihre Gäste in Bayern: Das Es:senz in Grassau (Landkreis Traunstein) und Ikigai in Krün (Landkreis Garmisch-Partenkirchen).
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In der Oberpfalz haben sich weitere Restaurants in der Zwei-Hauben-Kategorie in Rot behaupten können: Das Cheval Blanc in Illschwang (Landkreis Amberg-Sulzbach), die Gourmet Stube Hummel in Wischenhofen (Landkreis Regensburg), das Leos by Stephan Brandl in Bad Kötzting (Landkreis Cham), das Soulfood in Auerbach (Landkreis Amberg-Sulzbach). Zwei schwarze Hauben wurden an das Aska in Regensburg vergeben sowie an die Genussschmiede in Pirk bei Weiden. Eine rote Haube erzielt das Restaurant Meier in Hilzhofen. Je eine schwarze Haube krönt das Restaurant Esskunst in Schwarzenfeld, Turmstube in Neunburg vorm Wald (Landkreis Schwandorf) sowie Forst‘s Landhaus in Riedenburg und Restaurant Schwögler in Bad Abbach (beide im niederbayerischen Landkreis Kelheim).
So entscheiden die Tester über die Hauben
Eine Haube steht für ein empfehlenswertes Haus, zwei Hauben bekommt der Gast für einen hohen Grad an Kochkunst, Kreativität und Qualität, drei Hauben für höchste Qualität und Kreativität sowie bestmögliche Zubereitung, vier Hauben für eine prägende Küche, die führend in Qualität, Kreativität und Zubereitung ist. Fünf Hauben sind für die besten Restaurants der Welt reserviert. Drei besondere Auszeichnung gingen am Montag zudem an Münchner Feinschmeckeradressen: Rosina Ostler vom Alois – Dallmayr Fine Dining wurde als Entdeckung des Jahres gefeiert, Kilian Skalet vom Restaurant Jan als bester Gastgeber. Die Auszeichnung für das Lebenswerk ging an Bobby Bräuer vom EssZimmer.
Unklar blieb am Montagabend bei der Vorstellung des neuen Gault & Millau Restaurantführers in München, warum die Bewertung für das Restaurant „Hio Fine Dining“ in Hilzhofen ausgesetzt wurde. Das Restaurant taucht unter der Liste der sogenannten Aufsteiger auf, wurde aber demnach nicht mit einer Haube prämiert. Die Betreiberfamilie Meier wollte sich über das Vorgehen der Tester schlau machen, nachdem sie zuvor durch einen Anruf der Mediengruppe Bayern von der Entscheidung erfahren hatte. Bislang war das Hio nicht im Gault Millau gelistet. Auch für zwei Restaurants in Deggendorf (Edl.Eins und Kook36) und das Esszimmer in München wurde entschieden, dass die Bewertung ausgesetzt werde.