Beim Neunburger Stadtball blieb das Parkett den ganzen Abend voll

Kaum jemandem in Neunburg wird der Name Paul Baatz etwas sagen. Dabei gilt er seit den 1920er Jahren als Erfinder der Discokugel, die von seinem Tanzpalast aus, dem Ballhaus Resi in Berlin, weltweit Einzug in die kleinen und großen Musikhallen, bis in die Partykeller von Privathäusern, gehalten hat.
Ein einziges, relativ kleines Exemplar davon, platziert in der Schweinwerfer-Traverse, reichte am Samstag erneut aus, um beim Stadtball in der Schwarzachtalhalle stimmungsvolle Lichteffekte zu erzeugen. Verbunden mit den Stadtfarben rot und blau ergab sich ein tolles Farbspektakel, das geradezu dazu animierte, sich auf der Tanzfläche vom Rhythmus der Band einfangen zu lassen und das Tanzbein zu schwingen.
Alle hatten ihre Freude
Bürgermeister Martin Birner (CSU) hieß die knapp 500 Gäste in der ausverkauften Halle willkommen, besonders die ehemalige Staatsministerin Emilia Müller mit ihrem Gatten, den Landtagsabgeordneten Martin Scharf (FW), den Präsidenten des Rotary-Clubs Oberpfälzer Wald, Manfred Sax, sowie den Leiter des Gesundheitszentrums, Dr. Richard Wagner. Zusammen mit seiner Frau Sandra eröffnete der Bürgermeister den Ball mit einem Walzer.
Die Gäste ließen sich nicht lange bitten und schlossen sich sofort an. Den jüngeren Ballbesuchern war die Freude daran anzumerken, endlich ihr Können aus dem noch nicht weit zurückliegenden Tanzkurs in die Praxis umsetzen zu können. Dann waren da die Geübten, die ihre Freude an Cha-Cha-Cha, Tango und Rumba hatten, und sich auch gern mal in die nicht so stark frequentierten Bereiche, zum Beispiel an der Fensterfront, zurückzogen. Den Großteil bildeten aber jene, die sich einfach nur aus Spaß am Tanzen bewegten und daran ihre Freude hatten.
Den absolut richtigen Griff hatten die Verantwortlichen bei der Stadt mit der Verpflichtung der Band Richie & the Elevators getan. Auch ohne ihren Bandleader spielten sich Flo Hannig (Gitarre), Jochen Rössler (Bass), Maximilian Maier (Drums) und Alexander Poth (E-Piano und Keyboard) in die Herzen der Ballbesucher, von denen einige sogar extra wegen der Band gekommen waren. Ergänzt wurde das Ganze durch die Stimme von Sabina Weimar. Diese Formation erinnerte vom Stil her ein wenig an die Anfänge des Stadtballs in der Schwarzachtalhalle, wo Cappuccino ihre großen Auftritte hatte.
The Elevators coverten vor allem international bekannte Melodien, die weniger partyträchtig, aber dafür tanzgeeignet waren. Egal ob Stumblin in, Je veux, Cha Cha d’amour, La Cumparsita, Smooth operator, Volare, Hello again, Ein Herz kann man nicht reparieren, Dancing Queen, Celebration, Flowers oder Maniac – alles begeisterte die Tänzer. Zu späterer Stunde wurde es dann schon mal etwas härter. Für eine wirklich kurze Unterbrechung sorgte der Faschingsverein Seebarn mit dem Kinderprinzenpaar Franziska I. und Leon I., dem Prinzenpaar Matthias IV. und Sonja I. sowie dem Elferrat.
Einladung zum Faschingszug
Sie luden die Festgäste zum nur alle fünf Jahre stattfindenden Faschingszug am Sonntag, 2. März ein. Alle Hände voll zu tun hatte erneut das Team vom Esszimmer in Sachen Verpflegung. Es ging in der Küche buchstäblich rund, da alle Speisen frisch aus der Pfanne kamen und die Speisekarte vielseitig war. Zur Abwechslung bot sich ein Besuch in der gut sortierten Bar an. „Ich war fast etwas erstaunt über die wundervolle Atmosphäre, die diesmal von Beginn an geherrscht hat“, bilanzierte Bürgermeister Martin Birner am Sonntag. Selbst die Band sei beeindruckt gewesen, dass die Tanzfläche von Anfang bis Ende immer voll gewesen sei.
Einen Patt gab es diesmal beim Ranking der am meisten beteiligten Dorfgemeinschaften. Dauersieger Hofenstetten musste heuer den Sekt mit Seebarn teilen.



