Süßes Einkaufserlebnis: Trolli modernisierte und erweiterte seinen Werksverkauf in Neunburg

Von Jan Lange · 16. Januar 2025 um 11:00

Nach einer umfassenden Modernisierung hat die Trolli GmbH ihren Werksverkauf in Neunburg im Landkreis Schwandorf am Mittwochvormittag offiziell wiedereröffnet. Der Trolli-Shop in der Industriestraße 3 ist nicht nur erneuert, sondern auch erweitert worden. Die Verkaufsfläche wuchs von 80 auf 104 Quadratmeter an.

Die Kunden können sich auf ein süßes Einkaufserlebnis freuen: Mehr als 150 Produkte des bekannten Fruchtgummiherstellers sind im Neunburger Werksverkauf erhältlich – und das auch in Verpackungsgrößen, die so nicht im normalen Handel erhältlich sind.

Dabei sind die Artikel nicht alle süß – die Sauren Glühwürmchen sind einer der Klassiker. Auch der Topseller des Neunburger Trolli-Shops kommt sauer daher: die Sour Strawbies. Die sind seit gut einem Jahr auf dem Markt – und wurden im Vorjahr in einer Verbraucherumfrage zum Produkt des Jahres in der Kategorie Zuckerwaren gewählt, informierte Pressesprecherin Franziska Jordan.

Bürgermeister hat immer Fruchtgummis dabei

Nicht nur bei den sauren Erdbeeren greift Neunburgs Bürgermeister Martin Birner (CSU) gern zu. Gleich mehrere Kisten Fruchtgummi-Mischungen bestellte er am Mittwoch. „Wenn ich in Bayern unterwegs bin, habe ich immer ein paar Fruchtgummis dabei“, erklärte der Rathauschef. Denn wenn er irgendwo zum Chef möchte, müsse er in der Regel an der Vorzimmerdame vorbei. Und das gelinge meist mit etwas Süßem. So mache er nicht nur die Marke Trolli landesweit bekannt, sondern trage auch Neunburg nach außen, fand der Bürgermeister.

Trolli sei eine „echt wichtige Marke“ für die Stadt Neunburg – und zudem ein wichtiger Arbeitgeber, so Birner. Die Stadt stehe hinter dem Unternehmen und werde alles tun, um die Arbeitsplätze vor Ort zu halten, versprach der Rathauschef.

Dass dem Fruchtgummihersteller der Standort in der Oberpfalz wichtig ist, zeigt auch die Investition in den Werksverkauf. Drei Monate wurde der Verkaufsbereich umgebaut. Die Vergrößerung des Werksverkaufs um mehr als 20 Quadratmeter war auch dadurch möglich, dass Lagerkapazitäten im hinteren Bereich des Gebäudes optimiert worden seien, so die Trolli-Pressesprecherin.

Verkauf war während des Baus ausgelagert

Während der Umbauphase wurde der Verkauf in einen Container ausgelagert. Es sei ein wahnsinniger Aufwand gewesen, die Waren in den Container und zurück zu bringen, meinte Dominic Paas, Vertriebsleiter der Trolli GmbH für den Standort Neunburg. Dafür dankte er allen Mitarbeitern, die daran beteiligt gewesen seien. Seit 2. Januar können die Kunden wieder am angestammten Platz ihre Glühwürmchen, Burger, Glotzer oder die veganen Dinorex erwerben. Bisher seien die Veränderungen bei den Kunden gut angekommen, heißt es vonseiten von Trolli. Wirtschaftlich geht es dem Unternehmen nach eigener Aussage gut. Da die Rohstoffpreise für Kakao massiv angezogen sind und damit auch Schokolade teurer geworden ist, würden die Kunden stattdessen mehr zu Fruchtgummis greifen, erklärt Paas.

„Die neue Raumgestaltung und die ansprechende Warenpräsentation des Shops spiegeln perfekt unseren Markenauftritt wider und setzen unsere hohen Ansprüche an Qualität und Design um“, sagte Paas. Er bezeichnete die Umgestaltung als einen „bedeutenden Meilenstein für das Unternehmen“. Die Modernisierung sei mehr als eine bauliche Veränderung. Es sei ein Einkaufserlebnis, das „Tradition und Innovation miteinander vereinbare“. Auch Nachhaltigkeit und Effizienz hätten eine wichtige Rolle gespielt. Bei aller Schönheit sei es aber auch ein Shop, in dem verkauft werde, so Paas. Das Konzept werde in den kommenden Monaten auch an den anderen Trolli-Standorten umgesetzt, kündigte der Vertriebsleiter an. In Fürth laufe die Modernisierung gerade an, in Hagenow (Mecklenburg-Vorpommern) soll es 2026 losgehen. „Fürth wird noch mal eine andere Dimension“, zeigte sich Paas überzeugt.

Neues Logo seit 2021

In der fränkischen Großstadt hat Trolli seinen Hauptsitz – allerdings werden dort im Gegensatz zu Neunburg und Hagenow keine Fruchtgummis produziert. Dafür gibt es auch in Spanien und China noch Produktionsstandorte. Für diese Außengesellschaften könnte sich Robert Mähler, Geschäftsführer der Mederer-Gruppe, zu der die Trolli GmbH gehört, ebenfalls eine Übernahme des Konzeptes vorstellen, wie er am Mittwoch erklärte. Der Chef der Firmengruppe war auch zur Wiedereröffnung des Trolli-Shops in Neunburg gekommen – was die Bedeutung des Ereignisses unterstrich.

Bereits 2021 hatte Trolli seine Marke überarbeitet und sich dabei auch ein neues Logo gegeben. Das veränderte Erscheinungsbild soll nun Schritt für Schritt an jedem Standort deutlich sichtbar werden. Im Neunburger Stadtrat war im Dezember die Anbringung einer neuen Werbeanlage auf dem Gebäude des Trolli-Shops einstimmig verabschiedet worden.

Die Öffnungszeiten bleiben unverändert: Der Shop hat montags bis freitags von 9 bis 17 Uhr sowie samstags von 9 bis 12 Uhr offen. Foto: Trolli
Beate Plep ist Teil des Verkaufsteams. Foto: Jan Lange
Bestseller sind die Sour Strawbies und die Sauren Glühwürmchen. Auch die veganen Artikel finden immer mehr Abnehmer. Foto: Jan Lange
Eine beeindruckende Auswahl von mehr als 150 Produkten ist in dem Werksverkauf an der Industriestraße erhältlich. Foto: Jan Lange
Drei Monate hatte der Umbau des Trolli-Shops gedauert. Foto: Trolli
Die Sour Strawbies gibt es seit gut einem Jahr im Sortiment. Foto: Jan Lange
Die Verkaufsfläche erhöhte sich von 80 auf 104 Quadratmeter. Foto: Jan Lange