Noch keinen geeigneten Bewerber für Spitzenposten in Chamer Verwaltung gefunden

Es ist gerade ein Posten in Cham zu haben, der durchaus seinen Reiz hat. Er ist der Dreh- und Angelpunkt in der Stadt, ein Spitzenposten, der viel Verantwortung mit sich bringt und viel Führungskraft verlangt.
Dafür lockt A14 – eine Vergütung, die bei 5600 Euro startet und bis maximal gut 6800 Euro führen kann. Und dennoch wartet die Stadt noch auf den den richtigen Bewerber.
Zu haben ist ab 1. März der Posten von Sigrid Stebe-Hoffmann, der aktuellen Verwaltungschefin in Cham, die sich in den Ruhestand verabschiedet. Gerade ist die zweite Ausschreibungsrunde für die Stelle abgeschlossen worden. Bis 7. Januar konnten sich Bewerber melden. Und es habe wieder einige Bewerbungen gegeben, sagt Bürgermeister Martin Stoiber auf Nachfrage. So wie bei der ersten Stellenausschreibung für den höchsten Verwaltungsposten im Rathaus auch.
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Bewerbungsgespräche bisher nicht erfolgreich
Daraus resultierten im Anschluss einige Bewerbungsgespräche, die mit den Fraktionsvorsitzenden der Stadtratsfraktionen und dem Bürgermeister nichtöffentlich geführt wurden. Doch der passende Kandidat sei noch nicht dabei gewesen, so Stoiber. Daher habe sich die Stadt zur weiteren Ausschreibung entschlossen. Für ihn war der bisherige Verlauf eher wohl eher überraschend, wie herauszuhören ist, schließlich sei die A14-Vergütung durchaus ein veritables Gehalt. Dass dennoch kein geeigneter Kandidat gefunden worden sei, liege an anderen Faktoren, meint Stoiber. Ein solcher Posten an zentraler Stelle der Stadt brauche viel Motivation und Engagement – es gebe wohl viele Beamte mit A12 oder A13, die mit dem zufrieden seien, was sie hätten.
Stadt hat noch keinen Stress bei der Stellenvergabe
Und was, wenn auch die zweite Bewerberrunde ins leere läuft? Martin Stoiber seiht das nicht als problematisch an – dann werde der Verwaltungschefposten nicht zum 1. März, sondern zum 1. April neu besetzt. Es sei grundsätzlich theoretisch denkbar, die Stelle nicht mit einem Beamten zu besetzen, sondern mit einem Angestellten. Jedoch werfe das Fragen bei der Haftung auf, die zu dann zu klären seien. Verlaufe auch die zweite Bewerberrunde ohne Ergebnis, werde eine dritte Stellenausschreibung folgen, um eine geeignete Nachfolgerin oder einen geeigneten Nachfolger für die Verwaltungschefin zu finden.
Die ist oberste Chefin der meisten Mitarbeiter der Stadt, die das Oberzentrum der Region ist, ein durchaus großer Arbeitgeber. Über 400 Mitarbeiter in unterschiedlichsten Berufsfeldern sind hier beschäftigt. Ein Großteil davon ist in der Stadtverwaltung oder in einer der zahlreichen Einrichtungen tätig, zu denen etwa das Seniorenheim oder auch die zahlreichen Kinderhäuser zählen. Dass Posten in der Stadt unbesetzt bleiben, hatte Stoiber die vergangenen Monate immer wieder beklagt. Und nicht nur dort – auch die Wiederbesetzung der Stadthallengastronomie hatte viel Zeit gebraucht.
