120 Asylbewerber in Schwandorfer Unterkunft kontrolliert: Polizei macht drei Feststellungen

Von Martin Kellermeier · 13. Januar 2025 um 15:00

Größeres Polizeiaufgebot am Montagmorgen in der Großen Kreisstadt: Die Bewohner der Gemeinschaftsunterkunft an der Egelseer Straße wurden einer routinemäßigen Kontrolle unterzogen.

In den frühen Morgenstunden rückten Beamte der Polizeiinspektion Schwandorf mit Unterstützung von Kräften des Einsatzzugs aus Amberg und eines Rauschgiftsuchhunds in der Asylbewerberunterkunft an. Insgesamt waren 30 Beamte im Einsatz.

In der Einrichtung wurden rund 120 Personen kontrolliert. „Alle haben sich sehr kooperativ verhalten. Es gab keinen Streit“, teilte Schwandorfs Vize-Polizeichef Florian Meier auf Anfrage unserer Zeitung nach der Kontrollaktion mit.

15-Jähriger und 21-Jähriger erhalten Platzverweis

Die eingesetzten Beamten konnten bei der Kontrolle mehrere Feststellungen machen. Zwei Männer, ein 15-jähriger Afghane und ein 21-jähriger Syrer, hielten sich laut Meier also sogenannte „Fremdschläfer“ in der Unterkunft an der Egelseer Straße auf. Asylbewerber müssen zum Schlafen eigentlich in der Einrichtung sein, der sie zugewiesen sind. Aus diesem Grund erhielten die beiden Männer einen Platzverweis.

Ferner konnten die Polizisten bei einem 26-jährigen Bewohner aus Afghanistan einen E-Scooter sicherstellen, der in Furth im Wald im Landkreis Cham gestohlen wurde. „Der 21-Jährige gab an, dass er den Scooter gefunden hat. Ihn erwartet nun eine Anzeige wegen Hehlerei“, teilte Polizeihauptkommissar Meier zu diesem Fall mit.

Schwandorfer Unterkunft wird immer wieder kontrolliert

Die Polizei nimmt die Gemeinschaftsunterkunft an der Egelseer Straße immer wieder in den Fokus. Zuletzt hatte im Mai 2024 eine größere Kontrolle stattgefunden. Damals war aus einem Zimmer massiver Marihuanageruch geströmt. Die Beamten fanden daraufhin in dem Raum eine Menge Marihuana im unteren dreistelligen Grammbereich.

Gegen den 26-jährigen, aus Sierra Leone stammenden Bewohner und einem wohnsitzlosen, gleichaltrigen Eritrer, der sich ebenfalls in dem Zimmer aufgehalten hatte, wurden Ermittlungsverfahren eingeleitet. Beide Männer waren wegen Drogendelikten bereits vielfach polizeibekannt, hieß es damals.