100000 Euro für Wasserstoff-Forschung: Bayern fördert Technologie-Campus Wörth-Wiesent

Einen Förderbescheid in Höhe von 100 000 Euro hatte MdL Patrick Grossmann am Donnerstag für den Technologie-Campus Wörth-Wiesent im Gepäck. Hier forschen in Zukunft drei Professoren mit ihren Studenten. So würden durch die Forschungen der Strom billiger oder grüner Wasserstoff günstig produziert werden. Der Technologiecampus Wörth-Wiesent (TCWW) erhält jetzt diese finanzielle Unterstützung.
Grossmann überbrachte die Förderzusage, die aus den Fraktionsinitiativen der CSU im Bayerischen Landtag bereitgestellt wurde. Die Mittel fließen in die Ausstattung der Forschungseinrichtung mit Mobiliar und Technik und stärken den weiteren Ausbau des Campus. „Der Technologie-Campus Wörth-Wiesent ist ein Leuchtturmprojekt für die Region und ein zentraler Baustein der bayerischen Innovationsstrategie. Es war mir ein besonderes Anliegen, den Aufbau dieser Einrichtung im Haushaltsausschuss zu unterstützen“, sagte Grossmann.
Neun moderne Laborräume entstehen
Der TCWW schreitet in seiner Entwicklung voran. In einer Gewerbehalle entstehen neun moderne Laborräume, die sich auf drei Forschungsbereiche verteilen. Schwerpunkte der wissenschaftlichen Arbeit sind die Leistungselektronik, die Elektrolyse sowie die Verfahrens- und Systemtechnik. „Mit den Forschungsprojekten im Bereich Wasserstofftechnologien, darunter die Entwicklung effizienter Elektrolyseverfahren, setzt das TCWW auf zukunftsweisende Themen von globaler Relevanz“, betonten die Bürgermeister Elisabeth Kerscher (Wiesent) und Josef Schütz (Wörth).
Der Zweckverband, der für den Ausbau der Labore verantwortlich ist, investiert insgesamt für Grunderwerb, Bau und Infrastruktur sechs Millionen Euro in die Schaffung moderner Forschungsräume. Die Fertigstellung der Labore ist für das erste Quartal geplant. „Diese immense Summe muss sich natürlich auf einen längeren Zeitraum refinanzieren“, sind sich die beiden Bürgermeister einig. Mit dieser Investition in die Zukunft hoffen beide, bestehende Firmen im Gewerbegebiet halten zu können und wären froh, wenn noch andere dazukämen. Ziel ist es, den Campus innerhalb von fünf Jahren als selbsttragendes Innovationszentrum zu etablieren.
Grüner Wasserstoff steht im Mittelpunkt
Grüner Wasserstoff steht im Mittelpunkt der Forschung am TCWW. „Die Entwicklung und Integration von Wasserstofftechnologien sind essenziell für die Energiewende. Der Technologiecampus Wörth-Wiesent unterstützt Unternehmen dabei, diese Technologien in bestehende Prozesse zu integrieren und zukunftsweisende Lösungen zu entwickeln“, so Professor Dr.-Ing. Otto Kreuzer, wissenschaftlicher Leiter des TCWW. Gemeinsam mit der Technischen Hochschule Deggendorf und der OTH Regensburg bildet der TCWW ein Netzwerk im Bereich Wasserstofftechnologien.