Wörther Technologie-Campus nimmt Gestalt an

Von Daniel Steffen · 19. Dezember 2024 um 05:00

Wie ist es um den Fortgang der Arbeiten im neuen Technologie-Campus „Wasserstoff-Cluster Donau“ bestellt? Dazu informierte am Dienstag Matthias Maier vom Ingenieurbüro HPE GmbH im bei der Sitzung des Zweckverbandes Gewerbegebiet Wörth-Wiesent.

Die Sitzung nahm somit zunächst den Charakter einer Begehung an, die durch die Räume der neuen Halle führte. Künftig sollen dort neun Labore eingerichtet werden, die von der Technische Hochschule (TH) Deggendorf zu Forschungszwecken genutzt werden. Wie die Begehung ergab, liegen die Arbeiten im Zeitplan.

Labore 45 Quadratmeter groß

So ist die Halle bereits mit einer Fußbodenheizung ausgestattet, ferner entstanden neun Laborräume. Wie Maier schilderte, sind die Labore rund 45 Quadratmeter groß und wurden in Leichtbetonweise errichtet. Die Raumhöhe beläuft sich auf 3,60 Meter. Mit dem Elektroarbeiten sei man „erfreulich flott unterwegs“ und die Lüftungsanlage soll Ende Januar eingebaut werden. Bis Ende Frühjahr hätten die Gewerke Zeit, ihre Arbeiten zu vollenden, ehe die Räume von der TH Deggendorf ausgestattet werden.

Der großzügige Freiraum oberhalb der Labore ermöglicht prinzipiell eine Erweiterung der Forschungsräume, die sich bislang auf ein Stockwerk konzentrieren. Wie Wiesents Bürgermeisterin Elisabeth Kerscher betonte, entspreche der Technologie-Campus der grundsätzlichen Einstellung der beteiligten Kommunen zum Klimaschutz und dem Nachhaltigkeitsgedanken.

Wörths Bürgermeister Josef Schütz, der Vorsitzende des Zweckverbandes, erhofft sich eine „Ansiedlung weiterer Betriebe“, die mit dem Technologie-Campus zusammenarbeiten. Er sieht dies als Impuls zur Stärkung der Wirtschaft in der Region.

Zu 40 Prozent ist die Gemeinde Wiesent am Gewerbepark beteiligt, zu 60 Prozent die Stadt Wörth. Für fünf Jahre übernimmt der Zweckverband Wörth-Wiesent die Betriebskosten des Campus, damit der Forschungsstandort aufgebaut werden kann.

Bezüglich des Brandschutzes hatte der Zweckverband einige Fragen. Unter anderem regte Johannes Weig eine Feuerwehr-Anfahrmöglichkeit für die Gebäude-Hinterseite an. Die seitliche Zufahrt sei aus seiner Sicht zu schmal für die Rettungsfahrzeuge, sagte der Wörther Stadtrat, der zugleich Kommandant der Feuerwehr Kiefenholz ist. Er schlug eine Absprachelösung mit den benachbarten Grundstückseigentümern vor. Auch wurde der Wunsch nach einer Feuerwehr-Laufkarte geäußert.

Wasserstofftechnik im Blick

Im Technologie-Campus bereits ansässig die beiden Professoren Otto Kreutzer und Bernd Kuhn, die auf dem Gebiet der Leistungselektronik sowie in den Bereichen Elektrolyse und Brennstoffzellentechnik forschen. In Zusammenarbeit mit der OTH Regensburg sollen die „Erkenntnisse im Bereich der Wasserstofftechnologien gebündelt“ werden. Gemeinsam mit dem Wasserstoffzentrum Kelheim bildet der Tech-Campus das Wasserstoffcluster Donau.