Aus dem früheren Cheers wird s’Pfiff: In Berching eröffnet eine neue Kneipe

Es rührt sich etwas im Berchinger Nachtleben. Die zuletzt leerstehende Cocktailbar Cheers neben dem Rathaus wird wieder mit Leben gefüllt. Wie lange, ist allerdings noch offen.
„Das steht und fällt damit, wie meine Kneipe angenommen wird“, sagt Markus Meyer, der neben der Stampfermühle nun auch das ehemalige Cheers führt – mit neuem Konzept und unter anderem Namen.
Seine Kneipe s’Pfiff eröffnet Meyer am Donnerstag (9. Januar) um 18 Uhr. Der Name ist angelehnt an die Lieblingsbar des Skifahrers, in der er früher im Winterurlaub unter anderem gerne einen oder mehrere Pfiff (kleines Bier, auch bekannt als Schnitt) getrunken hat.
In Berching schenkt Meyer Schuller-Bier aus. Helles, Weizen und Pils. Zudem gibt es einfache Schnaps-Mischgetränke, wie zum Beispiel Asbach, Havanna, Bacardi und Jägermeister gemischt mit Cola, Gin Tonic sowie Wodka-Kombinationen (Energy, Orangensaft). „Cocktails wie Piña Colada oder Speisen gibt es bei mir aber nicht“, betont Meyer.
Kneipe s’Pfiff und Cocktailbar Splash sollen sich in Berching ergänzen
Der Berchinger plant, eine bodenständige Kneipe führen. Außerdem wolle er der bestehenden Cocktailbar Splash in Berching keine Konkurrenz machen. Im Gegenteil: „Ich will das Berchinger Nachtleben wieder etwas beleben. Sowohl meine Kneipe als auch das Splash sollen davon profitieren“, skizziert Meyer seine Wunschvorstellung.
Bereits am Rossmarkt, Faschingssonntag und Weihnachtsmarkt versorgte Meyer Gäste mit Getränken. „Und danach haben die früheren Cheers-Stammgäste gesagt, dass ich die Kneipe ganz aufmachen soll“, erzählt der 41-Jährige, der aber zunächst skeptisch war.
„Ich wollte eigentlich nicht zweigleisig fahren“, sagt der Betreiber der Stampfermühle und des dortigen Wohnmobilstellplatzes. Zudem sei die Kneipe am Pettenkoferplatz renovierungsbedürftig. Groß investieren wolle Meyer vorerst aber nicht. Lediglich gebrauchte Tische, Stühle, Stehtische und Barhocker habe er gekauft. Alles schlicht, kein Schickmicki. So will es der Wirt, der die Winterpause am Wohnmobilstellplatz nutzt, um seine Chance mit dem s’Pfiff zu ergreifen.
Meyer betreibt auch die Stampfermühle in Berching
Meyer hat dafür vom Landratsamt eine vorläufige Erlaubnis erhalten, die Gaststätte drei Monate zu betreiben. Bis März testet er, ob die Kneipe in Berching angenommen wird. Faschingsmontag und -dienstag (3. und 4. März) sind – Stand jetzt – die letzten Öffnungstage der neuen Kneipe, die bis dahin in der Regel von Donnerstag bis Sonntag (jeweils ab 18 Uhr) geöffnet hat. Ausnahmen sind der Rossmarkt und Fasching.
Im März startet dann die Saison am Wohnmobilstellplatz wieder. Ob sich Meyer dann mit Verpächter Erwin Breindl auf eine Verlängerung einigt, steht noch in den Sternen. „Das liegt auch an den Berchingern“, sagt Breindl.
