Das sind die wichtigsten Bauvorhaben: In Nittenau und Bruck wird 2025 einiges investiert

Von Cornelia Lorenz · 8. Januar 2025 um 17:00

Wasserversorgung, Schule, Straßen – im Jahr 2025 stehen in Bruck einige wichtige Baumaßnahmen ins Haus. Auch planerisch müssen wichtige Weichen gestellt werden – zum Beispiel für ein neues Feuerwehrhaus und den Kinderhort in Nittenau.

Der Kindergarten St. Josef in Bruck wird abgerissen

Wenn Brucks Bürgermeisterin Heike Faltermeier (CSU) ins neue Jahr blickt, hat sie schnell eine umfangreiche Liste an Projekten im Kopf. Beim alten Kindergarten St. Josef stehe heuer der Abbruch an, sagt sie. Neu entstehen soll auf dem Grundstück ein viergruppiges Kinderhaus, für das im Lauf des Jahres 2025 die Entwurfsplanung über die Bühne gehen soll. Das Gesamtprojekt werde einer groben Kostenschätzung zufolge 5,3 Millionen Euro ausmachen, sagt Faltermeier. Allerdings könne die Gemeinde mit einer Förderung in Höhe von 1,7 Millionen Euro rechnen.

An der Schule in Bruck wird angebaut

Vorwärts kommen will der Markt Bruck im Lauf des Jahres 2025 auch beim Anbau eines Werk-, eines Maschinen- und eines Nebenraumes an der Nordseite der Grund- und Mittelschule. Weil diese drei Räume bis 31. Dezember 2025 bezugsfertig sein müssen, um Fördergelder abrufen zu können, behandle man dieses Projekt mit Priorität, sagt Faltermeier. Die jüngste Kostenschätzung vom November 2024 habe sich auf 1,2 Millionen Euro belaufen.

Für die Zweifachsporthalle in Bruck wird viel geplant

Auch die neue Zweifachsporthalle wird den Markt Bruck heuer weiter beschäftigen: Sie wird laut jüngster Schätzung rund 8,35 Millionen Euro kosten. „Die Planungen und der Förderbescheid werden sich wahrscheinlich noch das ganze Jahr 2025 über hinziehen“, sagt die Rathauschefin. Baubeginn sei dann voraussichtlich im Frühjahr 2026. Das Ziel sei, die Halle 2027 fertigzustellen und ihrer Bestimmung zu übergeben.

Der Markt Bruck bekommt einen neuen Hochbehälter

Ein Dauerbrennerthema in Bruck ist, wie in vielen anderen Gemeinden auch, die Wasserversorgung. Konkret stehen hier der Ersatzneubau des Hochbehälters in Vorderrandsberg, der Neubau eines Überhebepumpwerks in der Mappacher Straße sowie der Neubau einer Wasserleitung zwischen diesen beiden Punkten an. In Summe müsse der Markt für diese Maßnahmen mit Kosten von 2,7 Millionen Euro rechnen, könne dabei aber auch mit Fördergeldern in Höhe von 1,25 Millionen kalkulieren.

Die Straße nach Vorderrandsberg wird saniert

Außerdem wird Bruck heuer die Gemeindeverbindungsstraße nach Vorderrandsberg erneuern und ausbauen, und zwar auf einer Strecke von rund 1380 Metern zwischen dem nördlichen Abfahrtsast der B 85 und dem Ortseingang Vorderrandsberg. Diese Maßnahme wird laut Faltermeier rund 1,55 Millionen Euro kosten. Mit einer Förderung könne man rechnen, allerdings sei die Höhe noch unklar.

Zwei Bushaltestellen in Bruck werden barrierefrei

Rund 338 000 Euro wird die Marktgemeinde in den Bau zweier barrierefreier Bushaltestellen samt Wartehäuschen in der Nittenauer Straße investieren. Hier sollen außerdem überdachte Abstellplätze für Fahrräder sowie eine neue Ladesäule für E-Bikes installiert werden.

Planungen für Berghams Feuerwehrhaus gehen weiter

Auch in Nittenau gibt es eine Menge zu tun. Ein wichtiger Posten ist laut Rathaussprecherin Alexandra Oppitz das Feuerwehrgerätehaus in Bergham. Die Stadt beabsichtige, es „unter Berücksichtigung der aktuellen Richtlinien zu sanieren bzw. zu erweitern oder gegebenenfalls durch einen Neubau zu ersetzen“. Die Stadt habe hierfür Angebote für eine Machbarkeitsstudie eingeholt, und zwar bei regionalen Planungsbüros, die bereits Erfahrungen bei der Planung und dem Bau von Feuerwehrgerätehäuser haben. Diese Machbarkeitsstudie werde in Kürze vergeben und sei durch das beauftragte Büro bis Ende März 2025 zu erarbeiten, so Oppitz. Anschließend könne die Planung erfolgen. Je nach Ergebnis der Machbarkeitsstudie ist mit einem Baubeginn 2026/27 zu rechnen.

Neubau des Kinderhorts in Nittenau ist Dauerbrenner

Die Verwaltung sei nach Vorlage der Bedarfszahlen „intensiv mit der weiteren Planung des Neubaus Kinderhort beschäftigt“, kommentiert die Nittenauer Rathaussprecherin. Derzeit würden die Fachplaner beauftragt. Angedacht sei „eine Symbiose von bestehender Grundschule Nittenau und dem Kinderhort als Anbau“. Im Zuge dessen werde die Grundschule in Teilen umgebaut oder saniert. Mit einem Baubeginn sei voraussichtlich 2026 zu rechnen.

Auf der Angerinsel wird das Baufeld freigemacht

Auch bei einer Reihe weiterer Projekte will die Stadt Nittenau die Planungen vorantreiben, etwa auf der Angerinsel: Hier hat der Abbruch der maroden Gebäude im Bereich der Leitl-Halle und der Konservenfabrik bereits begonnen und soll bis spätestens März 2025 abgeschlossen sein. Die Kosten von 519 000 Euro werden mit einem Satz von 80 Prozent gefördert.

Darüber hinaus stehen Planungen für das Kinderhaus Schatzinsel in Bergham, die Neuaufstellung des Flächennutzungsplans, ein Kanalsanierungskonzept und die Erschließung des Baugebiets Schwandorfer Weg in Fischbach auf der Agenda.